Creditreform
Jahresbericht
2021/2022

Creditreform
Jahresbericht
2021/2022

Wir zeigen, was Creditreform in den vergangenen zwölf Monaten erreicht hat, welche Projekte wir verfolgt haben und worauf wir künftig unseren Fokus legen.

Creditreform: Eine starke Gemeinschaft für Unternehmen

Das Wesen eines Jahresberichts ist die Rückschau. Er soll ein Bild davon zeigen, was in den vergangenen zwölf Monaten erreicht wurde, welche Rahmenbedingungen die Arbeit geprägt haben und welche Projekte gestartet oder schon erfolgreich abgeschlossen wurden. Aber ist das in Zeiten des Wandels die richtige Richtung? Ist nicht vielmehr der Blick nach vorn gefragt? Der Status quo, der in den vergangenen Jahrzehnten in vielen gesellschaftlichen wie wirtschaftspolitischen Bereichen relativ stabil war, ändert sich gerade rasant. Erst der Brexit, gefolgt von mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie, andauernden Lieferkettenproblemen und nun der von Russland geführte Angriffskrieg gegen die Ukraine. Daraus entwickelten sich aufeinander folgende und sich gegenseitig bedingende Krisen, die sicher geglaubte wirtschaftliche Rahmenbedingungen infrage stellen. An die Stelle von weltweitem Freihandel, niedrigen Zinsen und niedriger Inflation treten Handelshemmnisse, politische Unsicherheit und Kostenexplosion. Aber auch der Druck auf bestehende Geschäftsmodelle durch Digitalisierung und Globalisierung bleibt hoch. 
 

Der Wunsch nach Sicherheit steigt

All das belastet den Mittelstand in Deutschland, obwohl die Umsatz- und Auftragslage noch gut ist, wie die jüngsten Ergebnisse der Creditreform Wirtschaftsforschung zeigen. Die Ertragslage indes trübt sich immer mehr ein. Vor allem die Preissteigerungen für Energie, Rohstoffe und Vorprodukte machen den Unternehmen Sorgen und lassen ihre Erträge schmelzen. Erste Anzeichen mehren sich, dass einige Betriebe nicht mehr lange in der Lage sind, die höheren Kosten zu tragen. Im Debitorenregister Deutschland analysiert Creditreform fortlaufend Zahlungsinformationen zu mehr als einer Million Unternehmen. Dies zeigt: Im April 2022 waren mehr als 2,05 Millionen Rechnungen überfällig. Das ist der höchste Stand seit März 2021, dem Höhepunkt der dritten Corona-Welle. Und auch die Zahl der Unternehmen, die offene Forderungen ans Inkasso übergeben, steigt. Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig die Arbeit von Creditreform ist. Wir spüren, dass das Sicherheitsbedürfnis in den vergangenen Jahren noch einmal enorm gewachsen ist. Die Zahl der Neumitglieder steigt ganz beträchtlich. Gerade kleine und mittlere Unternehmen sichern sich ab, bevor sie Geschäftsbeziehungen eingehen. Sie wollen wissen, wie die Bonität eines Kunden ist und welche Zahlungsmöglichkeiten sie zulassen können. Sie wollen Mitglieder einer starken Gemeinschaft sein.
 

Vertrauen schaffen mit passgenauen Lösungen

Als führender Anbieter in den Bereichen Wirtschaftsinformationen und Forderungsmanagement in Deutschland schafft Creditreform auch in diesen Zeiten die Grundlage dafür, dass die Wirtschaft funktionieren kann. Mit unseren Lösungen und Services, um Kunden und Lieferanten zu bewerten, die Bonität von Geschäftspartnern im Blick zu behalten, Ausfallrisiken zu prüfen, oder deren Zahlungs- und Kaufverhalten zu analysieren, gewährleisten wir eine wichtige Grundlage für jede Art von Geschäftsbeziehung: Vertrauen. Denn genau das braucht es auch weiterhin und immer mehr, um die Unternehmen in Deutschland resilient zu machen. Krisen wirken häufig wie ein Brennglas. Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie groß der Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung war und ist. Der Ukraine-Krieg und das Verhalten Russlands zeigen nun auf erschreckende Weise, wie abhängig Deutschland von importierten fossilen Energieträgern ist. Die Bewertung von Risiken muss wieder neu justiert werden, auch hinsichtlich der Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien. 
 

Nachhaltige Unternehmensführung bewerten

Um eine Aussage über die Nachhaltigkeit von Unternehmen zu treffen, arbeitet Creditreform intensiv daran, einen neuen Standard zu etablieren. Denn bisher liegen Informationen zu den sogenannten ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) für mittelständische Unternehmen nicht systematisch vor. Seit Januar 2022 ermöglicht ein erster, allgemeiner Crefo-ESG-Score Banken und Finanzdienstleistern bereits, ihr Portfolio nach Nachhaltigkeitsaspekten zu bewerten. Und Creditreform arbeitet unter Hochdruck weiter – mit dem Ziel, schon bald eine ESG-Bewertung für jedes wirtschaftsaktive Unternehmen in Deutschland zu ermöglichen. Schauen wir also gemeinsam nach vorne. Auf solider Basis, den Blick auf die Themen der Zeit gerichtet, seit über 140 Jahren als der Partner für die Unternehmen vor Ort.

Creditreform Jahresbericht 2021/2022
161.500 Mitgliedsunternehmen
Creditreform Jahresbericht 2021/2022
88 Mio. Wirtschaftsinformationen
Creditreform Jahresbericht 2021/2022
100.000 Daten-Updates pro Tag
Creditreform Jahresbericht 2021/2022
45 Mio. aktuelle Zahlungserfahrungen
Creditreform Jahresbericht 2021/2022
17 Mio. Bilanzdaten zu 1,3 Mio. Firmen
Creditreform Jahresbericht 2021/2022
5 Mio. Datensätze über deutsche Unternehmen

Von Auskunft bis Compliance

Was Creditreform 2021/22 bewegt hat

Bereichsbericht: Wirtschaftsauskunft

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Highlights: Wie Creditreform dem Wandel begegnet

Die vergangenen zwölf Monate waren herausfordernd für Wirtschaft und Unternehmen in Deutschland. Creditreform begegnet den Herausforderungen mit Tatkraft, Veränderung & Innovation. Das zeigen auch sechs Projekte aus dem vergangenen Jahr, die hervorstechen und besonders erwähnenswert sind.

  1. Flutkatastrophe: Creditreform steht Unternehmen und Kommunen zur Seite

  2. Mahnwesen: Automatisiertes Forderungsmanagement für jede Unternehmensgröße

  3. Datenanalyse: Spezielle Services für Energieversorger

  4. ESG-Score: Belastbare Aussagen über die Nachhaltigkeit von Unternehmen

  5. Überschuldungs-Typologie: Überschuldung besser verstehen

  6. Wirtschaftliche Perspektiven: Megatrends der Wirtschaft


Titelbild: © Fotostudio_Wieland_Düsseldorf