Creditreform NEWS

Mehr Kredite, weniger Sparen

Das Überschuldungsrisiko der deutschen Verbraucher steigt wieder an. Zu diesem Ergebnis kommt die Creditreform-Tochtergesellschaft Boniversum in ihrem aktuellen Schuldnerklima-Index. Dieser verschlechterte sich zwischen Frühjahr und Sommer 2015 deutlich und lag zuletzt mit knapp 101 Punkten (Frühjahr 2015: 110 Punkte) nur noch knapp im grünen, also im als „entspannt“ zu bezeichnenden Bereich.

Automatische Risikoprüfung

Die Überprüfung von Debitoren und Lieferanten wird bald noch leichter: Der Verband der Vereine Creditreform, die Creditreform Rating AG und das IT-Systemhaus Fidis GmbH sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Das Ziel: die Entwicklung eines umfassenden Risiko-Tools. „Das
Zusammenführen von Wirtschaftsauskunft und bilanzbasierten Ratinginformationen in einem System schafft die Basis für eine umfassende Risikoüberwachung. Unsere Kunden können sich so noch besser vor Zahlungsausfällen schützen“, sagt Stephan Schütrumpf von der Creditreform Rating AG. RISK.pilot, so der Name der Anwendung, soll sich in jedes SAP-Finanzbuchhaltungssystem integrieren lassen, sodass Zigtausende Geschäftskontakte innerhalb kurzer Zeit überprüft werden können.

Wirtschaftsauskunft + Bilanzbasierte Ratinginformationen = Risikoüberwachung


Kreditfonds im Aufwind

Niedrige Zinsen und mangelnde Investitionsalternativen sind nur zwei der Gründe dafür, dass Kreditfonds nun auch in Europa immer gefragter werden. Die Creditreform Rating AG hat in einer aktuellen Analyse festgestellt, dass vor allem Private-Debt-Fonds, die Fremdkapital direkt an Unternehmen ausgeben, in den letzten Jahren beliebter wurden. So stieg das kumulierte Investitionsvolumen dieser Geldquellen von 0,6 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf insgesamt 43,1 Milliarden Euro im Juni 2015. Doch auch die Bedeutung von Immobilien-Kreditfonds (Volumen Mitte 2015: 41,1 Milliarden Euro) und Infrastruktur- Kreditfonds (Volumen Mitte 2015: 16,4 Milliarden Euro) nimmt stetig zu.

Neue Bilanzregeln von 2016 an

Jahres- und Konzernabschlüsse sollen vergleichbarer werden. Zu diesem Zweck tritt vom Geschäftsjahr 2016 an das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz, kurz BilRUG, in Kraft. Hier die wichtigsten Aspekte:

  • Die Schwellenwerte für die Größenkriterien von Kapitalgesellschaften werden in puncto Bilanzsumme und Umsatz um 24 Prozent angehoben.
  • Auch Erlöse außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zählen künftig zu den Umsatzerlösen im Sinne des BilRUG – dazu gehören zum Beispiel Erlöse aus Betriebskantinen.
  • Außergewöhnliche Geschäftsvorfälle müssen künftig den übrigen Posten der GuV-Rechnung zugeordnet werden.
  • Die Berichtspflichten für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften werden ausgeweitet.

Text: Susanne Widrat

© 2018 Verband der Vereine Creditreform e.V.

Sollte dieses Formular nicht richtig dargestellt werden, klicken Sie bitte hier.

Kontakt

allgemeineskontaktformular

Allgemeines Kontaktformular
Kontakt