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BVB: Bundesligist mit ausgezeichneter Bonität

Einen Bonitätsindex-Wert von 100 kann die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA vorweisen. Damit bescheinigt Creditreform dem Bundesligisten eine Solvenz, über die nur knapp 550 andere Unternehmen in Deutschland verfügen.

„An den Punkt zu gelangen, den wir jetzt erstmals erreicht haben, ist das Ergebnis eines über Jahre hinweg sehr seriösen Wirtschaftens“, sagt BVB-Geschäftsführer Thomas Treß, verantwortlich für Finanzen und Organisation.

 

Gute Bonität hilft durch Krisen

„Eine schwache Unternehmensbonität kann gefährlich werden, sie bestimmt den Kreditzugang in besonderem Maße“, sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Dies belegen auch die Zahlen des KfW-Mittelstandspanels und von Creditreform: Zwischen 2009 und 2014 gaben im Durchschnitt rund 50 Prozent der kleinen und mittelgroße Unternehmen mit gescheiterten Kreditverhandlungen an, dass eine unzureichende Bonität ein Grund für die Ablehnung durch die Bank war. Nur das Fehlen von adäquaten Sicherheiten wurde noch häufiger als Scheiterungsgrund genannt. Ein Vergleich der Bonität von Firmen mit abschlägig beschiedenen Kreditwünschen während und nach der letzten Wirtschaftskrise zeigt zudem: Konjunktureinbrüche treffen vor allem bonitätsschwache Betriebe.

Die Ablehnungsgründe
Die Bank hat meinen Kreditwunsch abgelehnt aufgrund...

61 % ...mangelnder Sicherheiten
48 % ...mangelnder Bonität
20 % ...der Geschäftspolitik
16 % ...des Bearbeitungsaufwands
5 % ...mangelnder Rentabilität

Bonitätsschwache Firmen leiden stärker
Anteil der Unternehmen in den verschiedenen Bonitätsklassen, deren Kreditverhandlungen scheitern, weil die Bank kein Angebot gemacht hat:

Bonitätsbeurteilung - In der Krise (2008–2009)
Sehr gute Bonität - 4 %
Gute Bonität - 15 %
Mittlere Bonität - 28 %
(Sehr) schwache Bonität - 58 %

Bonitätsbeurteilung - Nach der Krise (2010–2014)
Sehr gute Bonität - 3 %
Gute Bonität - 9 %
Mittlere Bonität - 32 %
(Sehr) schwache Bonität - 31 %

(Mehrfachnennungen möglich; Quelle: KfW-Mittelstandspanel 2010–2015)

 

Firmen zahlen wieder schlechter

Im ersten Halbjahr 2016 mussten Unternehmen, die im B2B-Geschäft tätig sind, länger auf ihr Geld warten. Mit durchschnittlich 10,45 Tagen betrug der Zahlungsverzug einen halben Tag mehr als noch im zweiten Halbjahr 2015 (9,96 Tage). Lediglich in den Branchen Metall- und Elektro (aktuell: 9,56 Tage), persönliche Dienstleistungen (13,77 Tage) und im Einzelhandel (9,66 Tage) wurden Außenstände schneller beglichen.

Der Creditreform Zahlungsindikator Deutschland für den Sommer 2016 zeigt zudem, dass die Firmen längere Zahlungsziele vereinbarten und – im Zuge der guten Wirtschaftslage – ihr Credit-Management etwas lockerer verrichteten. So lag das durchschnittliche Zahlungsziel im zweiten Halbjahr 2015 bei 30,82 Tage, im ersten Halbjahr 2016 aber schon bei 31,52 Tage. Übrigens: Knapp 60 Prozent der offenen Forderungen ist auf Großunternehmen als Schuldner zurückzuführen. Ihre Forderungslaufzeiten sind mit durchschnittlich 42,75 Tagen auch recht lang – und die Kosten für die Liquiditätssicherung bei den Lieferanten hoch.

 

Text: Susanne Widrat
Quelle: Creditreform Magazin

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