Gut gedüngt mit Finetrading

Wie Sie mit einer Einkaufsfinanzierung durch Finetrading erfolgreich Ihr Lieferantenverhältnis gestalten könnten, zeigt unser Praxisbeispiel.

Bevor der Landwirtschaftsmaschinenbauer Güstrower L-M-B  seinen Kunden eine gesteigerte Ernteeffektivität  durch neue Überladewagen oder eine erhöhte Ertragssicherheit durch Flüssigdüngung versprechen kann, muss er zunächst die notwendigen Einzelteile für die fertige Maschine organisieren. Der mittelständische Betrieb, der knapp 60 Angestellte beschäftigt,  finanziert als Spezialist für Flüssigdüngerinjektionstechnik einen großen Teil des Wareneinkaufs seit April 2012 mit Finetrading über die WCF Finetrading GmbH. „Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, durch eine optimierte Liefergestaltung hohe Kontinuität und kürzere Umlaufzeiten zu erzielen, um schnell und termintreu liefern zu  können“, sagt Geschäftsführer Roland Gadewoll.

Finetrading – dahinter verbrigt sich keine Alternative zur Bankenfinanzierung, sondern eine ergänzende Erweiterung im Finanzierungsmix, mit deren Hilfe Unternehmen ihren Einkaufsprozess flexibler gestalten können. Der Finetrader agiert dabei als Zwischenhändler zwischen Besteller und Lieferant. Mit Umfang, Menge und Preis der Lieferung hat er nichts zu tun – das alles haben Besteller und Lieferant vorab geklärt. Der Lieferant liefert wie gewohnt an den Besteller, schickt sowohl Angebot als auch Rechnung aber an den Finetrader, der diese mit dem Besteller abstimmt und umgehend bezahlt. Nun hat der Besteller maximal  vier Monate Zeit, um die bereits erhaltene Ware beim Finetrader zurückzuzahlen.  „Wir sind mit einer Hand voll Lieferanten gestartet – und diese waren zu Beginn natürlich skeptisch“, erinnert sich Anwender Roland Gadewoll. „Zuvor hatten wir ein Zahlungsziel von 45 bis 60 Tagen – und nun sollte die Rechnung  innerhalb von 10 Tagen beglichen werden?“ Die WCF Finetrading GmbH  halte dieses Zahlungsversprechen jedoch „konstant ein“. Nicht nur das: Mittlerweile helfe das damit verbundene „positive Feedback“ gar bei der Erweiterung der Geschäfte und auch bei der Neugewinnung von Lieferanten.

Finetrading zur Zwischenfinanzierung

Heute nutzt Güstrower L-M-B daher Finetrading für die meisten Lieferanten, die etwa Stahl, Getriebeteile oder  Hydraulikbauteile bereitstellen. „Neben dem gestärkten Verhältnis zum Lieferanten konnten wir dadurch auch mehr einkaufen, kurzum: umsatzmäßig mehr leisten“, so Gadewoll. Das Unternehmen, das im Vorjahr eine Gesamtleistung von rund sieben Millionen Euro erbrachte, hat sich dank einer Großinvestition von etwa zwei Millionen von einer Auftragsfertigung hin zu einer Kleinserienfertigung entwickelt. Nur noch rund einen Monat muss heute ein Kunde auf seinen bis zu 22 Tonen schweren Großflächendüngestreuer warten – eine kleine Revolution, wenn man bedenkt, dass die Lieferzeit vorher bis zu 30 Wochen betrug. Im Zuge dieser Umstellung suchte Roland Gadewoll nach einer Möglichkeit, die Prozessabläufe im Einkauf zu optimieren und zu stabilisieren.

Der Monopolist im Bereich Flüssigdüngerinjektionstechnik ist Mitglied bei Creditreform Mecklenburg Vorpommern. Bei einem Beratungstermin kam das Gespräch auf Finetrading. „Die Entwicklungschancen für die Güstrower L-M-B sind sehr vielversprechend“, sagt Kundenberaterin Bärbel Kleist aus Rostock. „Um die Zukunftspläne zu unterstützen, habe ich Herrn Gadewoll Finetrading als Zwischenfinanzierung und als Ergänzung zur Hausbank empfohlen.“

Gemeinsam mit einem WCF-Mitarbeiter und Holger Kirsch, Makler der zur Creditreform gehörenden CRM Makler GmbH, wurde die Leitungsebene der  Güstrower L-M-B auf die Gespräche mit den Lieferanten vorbereitet. „Wir haben ihnen  natürlich auch Tipps dafür gegeben, wie sie diese neue Situation  bestmöglich für sich und ihre  Verhandlungsposition einsetzen können“, so Kleist. Und Kirsch ergänzt im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der WCF: „Finetrading ist eine exklusive und stets individuelle Kundenlösung und erfordert eine hohe Kompetenz seitens des Maklers und des Anbieters WCF.“ WCF ist Erfinder und heute führender Marktteilnehmer für Finetrading. Das Unternehmen gehört seit 2009 zur EOS Gruppe, einer Tochter der Hamburger Otto Group. Das Marktvolumen für Einkaufsfinanzierungen wird insgesamt auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Rund 2.000 Unternehmen aus allen Branchen und Größenklassen nutzen Finetrading, um jährlich Einkaufsvolumina zwischen 50.000 und 15 Millionen Euro zu finanzieren.

Mehr als ein Jahr nutzen die Güstrower nun Finetrading. „Es ist immer schwierig in einen bestehenden Prozess einzugreifen. Denn ehe man organisierte Abläufe umstellt, sollte man sich sicher sein,  dass die Anpassungen kontinuierlich und langfristig stabil sind“ blickt Gadewoll auf die Anfangszeit zurück.  Heute sind die Umläufe kurzfristig, der Kunde kann schnell bedient werden  und Finetrading verschafft dem Unternehmen  wichtige Handlungsspielräume. „Deswegen ist diese Art der Warenfinanzierung auch in den nächsten Jahren in unserem Finanzierungsmix fest eingeplant.“

Finetrading: Wann und für wen es sich lohnt

  1. Wenn Wareneinkäufe vorfinanziert werden sollen
  2. Wenn Saisonspitzen ausgeglichen werden müssen
  3. Um beim Lieferanten bessere Einkaufsmodalitäten erzielen zu können
  4. Wenn Wachstum finanziert werden soll
  5. Um die Kennzahlen für das Bankenrating zu verbessern

Autor: Ingo Schenk

© 2019 Verband der Vereine Creditreform e.V.

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