Unternehmensinsolvenzen in Österreich wenig gestiegen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten bis dritten Quartal 2014 im österreichischen Mittelstand hat im Jahresverlauf zugenommen. Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation ist die Steigerung von plus 1,2 Prozent jedoch gering und zeigt, dass die mittelständischen Betriebe in Österreich auf einem soliden Fundament stehen.

Als sehr krisenanfällige Branche hat sich das Kredit- und Versicherungswesen gezeigt, hier stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um plus 30,0 Prozent. Hohe Zuwachsraten verzeichneten auch das Beherbergungs- und Gaststättenwesen (plus 19,1 Prozent), das Bauwesen (plus 15,0 Prozent) sowie der Handel (plus 10,3 Prozent). Am besten waren in den letzten Monaten die mittelständischen Betriebe der unternehmensbezogenen Dienstleistungen aufgestellt. Hier gingen die Insolvenzen um minus 21,3 Prozent zurück. Bei der Sachgütererzeugung wurden im selben Zeitraum minus 9,5 Prozent weniger Insolvenzfälle registriert und bei den Betrieben der Verkehrs- und Nachrichtenübermittlung blieb alles wie im Vorjahr (plus/minus 0,0 Prozent).

In den einzelnen Bundesländern haben sich die Insolvenzzahlen sehr unterschiedlich entwickelt. So stieg die Zahl der mittelständischen Betriebe, die Insolvenz anmelden mussten, in Vorarlberg binnen eines Jahres um plus 17,5 Prozent. Damit steht Vorarlberg einsam an der Spitze. In den anderen Bundesländern, in denen sich die Firmeninsolvenzen erhöht haben, liegen die Quoten im einstelligen Bereich: Steiermark mit einem Zuwachs von plus 8,4 Prozent, Oberösterreich plus 2,2 Prozent, Tirol plus 2,0 Prozent und Wien plus 1,1 Prozent. Eine Verringerung ihrer Unternehmensinsolvenzen meldeten dagegen das Burgenland (minus 6,7 Prozent), Salzburg (minus 4,8 Prozent), Niederösterreich (minus 3,5 Prozent) und Kärnten (minus 0,3 Prozent).

Die Entwicklung ist im Zusammenhang und am Schnittpunkt zweier weiterer Größen zu sehen. Die aktuelle Creditreform-Mittelstandsanalyse zeigt einerseits leichte Abschwächungen beim Eigenkapital auf der anderen Seite aber eine Verbesserung bei den Zahlungseingängen. Es bleibt zu beobachten wie sich die Situation vor dem Hintergrund vor allem der abgeschwächten konjunkturellen Lage entwickelt.

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