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Länderrating: Deutschland mit AAA bestätigt, Ausblick stabil

Die Ratingagentur der Creditreform Gruppe, die Creditreform Rating AG, bestätigt die Bewertung Deutschlands mit der Bestnote AAA, die die höchstmögliche Bonität widerspiegelt.

„Deutschland hat eine große, wohlhabende und wettbewerbsfähige Wirtschaft mit hohem Diversifikationsgrad, die über ein hohes Maß an Innovationsfähigkeit verfügt und eine anhaltend starke Arbeitsmarktentwicklung aufweist“, sagt Benjamin Mohr, Chefvolkswirt der Rating AG. Zwar sind die kurzfristigen Aussichten durch die Corona-Krise stark eingetrübt, da die Produktion und die Binnennachfrage unter der Pandemie leiden werden. Doch gehen die Ökonomen von einer tiefen „V-Entwicklung“ aus, bei der die Wirtschaft zunächst stark einbricht, sich dann aber auch schnell wieder erholt. „Alles hängt vom Erfolg der Eindämmung ab“, so Mohr weiter. Die Ratingagentur geht von einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,1 Prozent im laufenden Jahr aus, erwartet 2021 aber einen Anstieg um 4,8 Prozent.

Deutschland gut gerüstet

Deutschland profitiere durch seinen starken institutionellen Rahmen genauso wie durch die Integration in die Europäische Union und sein hohes Maß an innenpolitischem Konsens. Außerdem seien für die Bestnote AAA sowie den stabilen Ausblick die Umstände entscheidend, dass die fiskalischen Risiken trotz der kurzfristig ansteigenden Schuldenquote durch die Notfallmaßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie mittelfristig beherrschbar sind: „Die Lasten durch die enormen Staatsgarantien werden durch die sehr günstige Schuldenfinanzierung am Finanzmarkt und die günstige finanzpolitische Ausgangsposition Deutschlands abgemildert, so dass wir das AAA der Bundesrepublik derzeit nicht gefährdet sehen“, so der Ökonom.

Staatsverschuldung nimmt zu

In der derzeitigen Ausnahmesituation verabschiedet sich die Regierung auch von der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse. Mohr: „Wir erwarten einen starken Anstieg der Verschuldung im Verhältnis zum BIP auf ein Niveau von ca. 72 Prozent, bevor sie ab 2021 wieder zurückgehen wird, weitere Risiken für die mittel- bis langfristige fiskalische Tragfähigkeit wie die Alterung der Bevölkerung oder die umfangreichen staatlichen Garantien sollten jedoch weiter im Blick behalten werden.“

Ausblick für Österreich auf „stabil“ gesenkt

Im Gegensatz zu seinem großen Nachbarn senken die Experten den Ausblick für die Republik Österreich von „positiv“ auf „stabil“. Das Länderrating wurde unterdessen bei AA+ bestätigt. Entscheidende Gründe für das Absenken des Ausblicks sind – bei ähnlichen aktuellen Voraussetzungen wie in Deutschland – die schlechtere fiskalpolitische Ausgangsituation Österreichs zu Beginn der Krise und die starke Abhängigkeit vom Tourismus, der insgesamt länger brauchen könnte, um an die Vor-Corona-Zeit anzuknüpfen.

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Pressekontakt

Patrik-Ludwig Hantzsch
Pressesprecher
Leiter Wirtschaftsforschung

Tel.: +49 (0) 21 31 / 109-172
p.hantzsch@verband.creditreform.de
Twitter: @PtrkLdwg

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