Lokaler Mittelstand weiterhin im Krisenmodus
Creditreform Solingen hat 220 mittelständische Unternehmen in Solingen, Remscheid, Leverkusen und Umgebung befragt und kommt zu dem Ergebnis: Die Geschäftslage der mittelständischen Unternehmen in der Region wird etwas besser beurteilt als im letzten Frühjahr.

Der Anteil der Unternehmen, die von einer „sehr guten“ oder „guten“ Auftragslage berichten, liegt aktuell bei
37 % - 9 % bewerten ihre Situation als schlecht – allerdings vergab keiner der Befragten die Note „ungenügend“.
Als Schulnote ergibt sich eine noch akzeptable 2,9, nach 2,8 im Vorjahr.
40 % der Mittelständler haben ihre Angebotspreise angehoben, 8 % der Befragten mussten die Preise senken.
Bei den mittelständischen Umsätz
Der Anteil der Unternehmen, die von einer „sehr guten“ oder „guten“ Auftragslage berichten, liegt aktuell bei
49 % (Vorjahr: 48 %). Gut 1 % bewerten ihre Situation als schlecht (Vorjahr 6 %) – keiner der Befragten vergab die Note „ungenügend“.
Als Schulnote ergibt sich eine durchaus akzeptable 2,6 (Vorjahr 2,7).
54 % der Mittelständler haben ihre Angebotspreise angehoben, 3 % der Befragten mussten die Preise senken.
Bei den mittelständischen Umsätzen ist eine Verschlechterung zu verzeichnen: 32 % der Befragten berichten von Umsatzsteigerungen, 31 % von gesunkenen Umsätzen. Die Händler stehen unter den Hauptwirtschaftszweigen am besten da: Hier konnten immerhin 44 % der Unternehmen ihre Umsätze steigern, auch die Dienstleister berichten mehrheitlich von gestiegenen Umsätzen.
Die schwierigen Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass der Mittelstand im letzten halben Jahr nicht weiter zur Entlastung des Arbeitsmarktes beigetragen hat – im Gegenteil. So haben nur 15 % der Betriebe neue Stellen geschaffen, aber 28 % Arbeitsplätze abgebaut, insgesamt sind deshalb im letzten halben Jahr – betrachtet man die konkreten Zahlen der jeweils geschaffenen oder abgebauten Stellen – in der Region etwa 600 mittelständische Stellen abgebaut worden.
Die Prognosen, die der hiesige Mittelstand zu seiner weiteren wirtschaftlichen Entwicklung abgibt, sind wieder etwas skeptischer als im Vorjahr.
Nur 26 % der befragten Mittelständler glauben, dass sich die Geschäftslage im nächsten halben Jahr verbessern wird – 19 % befürchten eine Verschlechterung.
Auch bei der Frage nach Umsatz- und Ertragserwartung ist der Mittelstand ist die Verunsicherung spürbar: 30 % der Firmen rechnen in den nächsten Monaten mit Umsatzzuwächsen – aber nur 21 % der Mittelständler kalkulieren mit steigenden Erträgen – 33 % der Befragten befürchten Gewinnweinbußen. Besonders der Bauwirtschaft und Industrie kalkulieren mit rückläufigen Erträgen.
Dennoch sind für den Arbeitsmarkt zurückhaltende, aber positive Impulse vom Mittelstand zu erwarten. Besonders der Dienstleistungs- und Bausektor avisieren neue Stellen.
Die Investitionsbereitschaft der Mittelständler ist allerdings so verhalten wie lange nicht mehr:
Nur 39 % befragten Firmen wollen in nächster Zeit Investitionen tätigen.
Die komplette Analyse finden Sie unten.