Unternehmenspleiten in der Region nehmen weiter zu!

Creditreform Solingen hat untersucht, wie sich die Unternehmensinsolvenzen in der Region um die Großstädte Solingen, Remscheid und Leverkusen 2025 entwickelt haben. Hierbei wurden auch die sogenannten „stillen Pleiten“ einbezogen, die durch die Abgabe der Vermögensauskunft des Unternehmers dokumentiert werden.

Zusammenfassend lässt sich feststellen:

  • Im Jahr 2025 sind in der untersuchten Region 332 Insolvenzverfahren
     (+5,7 %) und 1.519 stille Pleiten (+ 13,1 %) verzeichnet.
  • Rechnet man die Zahl der Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen hoch, schneiden die Orte der Region mit durchschnittlich 101 Insolvenzen etwas schlechter ab als die Firmen in
    - Deutschland (74 Insolvenzen) und auch
    - Nordrhein-Westfalen (100 Insolvenzen).
  • Bei den Rechtsformen entfallen die meisten Insolvenzen auf die „Beschränkthafter“ (GmbH, GmbH & Co. KG, UG, Ltd.);
    während von den stillen Pleiten hauptsächlich die Einzelfirma und der Gewerbebetrieb betroffen sind.
  • Erst wenn ein Unternehmen länger als 10 Jahre am Markt ist, sinkt die Pleitenanfälligkeit signifikant.
    Allerdings schaffen es die meisten Unternehmungen, die ersten zwei Jahre zu überstehen.
  • Fasst man Insolvenzen und stille Pleiten zusammen, sind Unternehmungen in Remscheid, Solingen und Leverkusen zurzeit besonders betroffen.
  • Besonders das Baugewerbe ist aktuell pleitenanfälliger als die anderen Wirtschaftsbereiche.
  • Nach Mitarbeiterzahlen sind Firmen mit 20 bis 50 Mitarbeitern besonders insolvenzgefährdet, während von der stillen Pleite naturgemäß hauptsächlich Firmen mit 0 bis 5 Mitarbeitern betroffen sind.
  • Etwa 2.200 Arbeitsplätze sind von den aktuellen Insolvenzen betroffen, etwa 1.700 von den stillen Pleiten.
  • Durch die Insolvenzen dürfte der Region ein Schaden von ca. € 250 Mio. entstanden sein.
    Hinzu kommen die Schäden durch die stillen Pleiten, die gegenwärtig noch nicht zu beziffern sind.

Die komplette Analyse finden Sie unten.