Pressemeldungen, Fachbeiträge & Neuigkeiten

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Creditreform Solingen

Zahlungsverhalten und Finanzierung im Mittelstand – Herbst 2019

Zahlungsmoral der Kunden etwas schlechter geworden, Eigenkapitalausstattung spärlicher als im Vorjahr - Die Crefo-Factoring Rhein-Wupper GmbH hat in diesem Herbst 290 mittelständische Unternehmen im Gebiet um die Großstädte Solingen, Remscheid und Leverkusen befragt, wie es gegenwärtig um die Zahlungsmoral der Kunden bestellt ist...

 

90 % der hiesigen Mittelständler beurteilen gegenwärtig die Zahlungsweise ihrer Kunden als befriedigend oder besser. Als Durchschnittsnote, die die Unternehmen der Zahlungsmoral ihrer Kunden geben, ergibt sich aktuell eine 2,4. Die Zahlungsmoral wird damit nicht mehr ganz so gut beurteilt wie im Vorjahr (2,0).

Das Urteil, das die Mittelständler über die Zahlungsmoral ihrer Kunden abgeben, basiert einerseits auf den realisierten Zahlungszielen, andererseits auf den Forderungsverlusten.

86 % der befragten Firmen bekommen den Großteil ihrer Rechnungen innerhalb von 30 Tagen bezahlt, nur 5 % der Befragten warten länger als zwei Monate auf ihr Geld.

Aus den eigenen Zahlungserfahrungen der Crefo-Factoring Rhein-Wupper GmbH, die im Jahr 2019 bisher immerhin 67.000 Rechnungen abgewickelt hat, ergibt sich aktuell eine durchschnittliche Zahlungsfrist – über alle Branchen – von 32 Tagen (Vorjahr: 35 Tage).

Die Öffentliche Hand zahlt etwas schleppender als private und gewerbliche Kunden: Fast die Hälfte der befragten Mittelständler wickelt Aufträge für öffentliche Auftraggeber ab. Bei 80 % der Unternehmen gehen Zahlungen der Öffentlichen Hand innerhalb von 30 Tagen ein, mittlerweile haben 93 % der befragten Unternehmen innerhalb von 60 Tagen ihr Geld - 7 % der Firmen müssen länger als zwei Monate warten.

Die Höhe der als uneinbringlich auszubuchenden Beträge liegt im untersuchten Gebiet etwas höher als die Summen, die der Mittelstand in der Bundesrepublik insgesamt zu verkraften hat.

59 % der hiesigen Mittelständler können sich über geringe Forderungsverluste von 0,0 % bis

0,1 % freuen - im Bundesgebiet können das jedoch zwei Drittel der Unternehmen von sich sagen.

Bundesweit berichten „nur“ 6 % der Mittelständler von Verlusten höher als 1,0 % vom Umsatz, in der Region 7 %.

37 % der befragten Unternehmen geben an, bei der Finanzierung von nur einer Hausbank abhängig zu sein. Von den 55 % der Mittelständler, die gegenwärtig Kredite in Anspruch nehmen, berichtet 18 % von erhöhten Anforderungen an die Eigenkapitalquote und zusätzlich geforderten Sicherheiten seitens der Kreditinstitute. Betroffen hiervon sind vorrangig Unternehmen mit geringer Eigenkapitalausstattung. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (94 %) hat jedoch momentan keine größeren Schwierigkeiten an Kredite zu kommen

Dem Eigenkapital kommt für das unternehmerische Handeln entscheidende Bedeutung zu. Eigenkapitalmangel gehört zu den am häufigsten genannten Insolvenzgründen – und nur eine Finanzierung über ein solides Eigenkapital sichert stabiles Wachstum. 32 % der bergischen Mittelständler verfügen über eine solide Eigenkapitaldecke von mindestens 30 %. Auf der anderen Seite sind aber 29 % der lokalen Mittelständler mit unter 10 % Eigenkapital-Anteil recht spärlich ausgestattet.

Die komplette Analyse steht für Sie unten zum Download bereit.