Verschobene Insolvenzwelle?

Verschobene Insolvenzwelle?

Um eine pandemiebedingte Insolvenzwelle abzuwenden, hatte die Bundesregierung die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt. Doch damit ist seit dem 01. Mai 2021 Schluss.

Insolvenzantragspflicht wieder in Kraft

Um Unternehmen zu schützen und eine coronabedingte Insolvenzwelle abzuwenden, hat die Bundesregierung bereits im März 2020 beschlossen, die Insolvenzantragspflicht in bestimmten Fällen auszusetzen. Zuletzt wurden die Regelungen bis Ende April 2021 verlängert – jedoch nur noch für antragsberechtigte Unternehmen, die noch keine Auszahlung erhalten hatten. Seit dem 1. Mai 2021 gilt nun wieder: Ist ein Unternehmen zahlungsunfähig oder überschuldet, muss die Geschäftsführung innerhalb von drei Wochen einen Insolvenzantrag stellen. Lässt sie diese Frist verstreichen, bezeichnet man das als Insolvenzverschleppung.

Worauf Unternehmer jetzt achten müssen

Auch jetzt bleibt die wirtschaftliche Situation zunächst unübersichtlich – noch weiß niemand, ob eine große Pleitewelle bevorsteht oder ob Staatshilfen und Sanierungsverfahren die Folgen abmildern können. Für Unternehmer gilt auch weiterhin die wichtige Frage: Welche Geschäftspartner sind noch verlässlich? Und mit wem kann ich weiterhin gute Geschäfte machen?

Trügerische Sicherheit

Die Konjunktur in Deutschland ist stark eingebrochen. Dennoch sind die Insolvenzen deutlich gesunken: Im Jahr 2020 nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 13,4 Prozent ab. Das ist der niedrigste Stand seit der Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Dies ist nicht zuletzt auf die ausgesetzte Insolvenzantragspflicht zurückzuführen. So konnten sich viele Unternehmen über Wasser halten, die eigentlich nicht mehr überlebensfähig waren. Das soll jetzt anders werden.

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Wer in diesen Zeiten unternehmerisch stabil bleiben möchte, muss sehr sorgfältig abwägen. Schließlich gilt es gerade jetzt, weder gute geschäftliche Gelegenheiten verstreichen zu lassen noch unnötige Risiken einzugehen.

Um sich weiter am Markt zu behaupten, müssen Unternehmen sich systematisch neu aufstellen. Vor allem ist es wichtig, sein Risikomanagement kritisch zu prüfen und das eigene Kunden- und Lieferantenportfolio genau im Blick zu haben. Gerne unterstützen wir Sie mit unseren Wirtschaftsauskünften, Monitoring- oder Portfolio-Lösungen dabei, den Überblick zu behalten und helfen Ihnen, Ihre Geschäfte sicher abzuwickeln.

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