Inkasso Betrugsfirmen erkennen

Inkasso Betrugsfirmen erkennen

Inkassounternehmen – ein Unternehmenszweig, der häufig negative Assoziationen hervorruft. Wie Sie seriöse Anbieter von Inkasso Betrugsfirmen unterscheiden können, erfahren Sie hier.

Seriöse von unseriösen Forderungen unterscheiden

Manch einer bekommt schon beim Gedanken an Inkassounternehmen ein ungutes Gefühl. Oft genug hört man von schlechten Erfahrungen, fragwürdigen Praktiken oder unfairen Methoden. Doch das muss nicht immer so ablaufen. Seriöse Inkassoanbieter wie Creditreform sorgen dafür, dass Unternehmer nicht auf ihren Forderungen sitzenbleiben und das ohne dubiose Vorgehensweisen. Wir verraten Ihnen, woran Sie erkennen, ob eine Inkasso Betrugsfirma es auf Sie abgesehen hat.

Wie handeln Inkasso Betrugsfirmen?

Grundsätzlich ist es einfach: Wer seine Rechnungen ignoriert, fügt dem Gläubiger Schaden zu. Schließlich hat dieser eine Leistung erbracht, die auch bezahlt werden muss. Daher ist es durchaus legitim, ein Inkassounternehmen einzusetzen, um an sein Geld zu kommen. Ebenfalls ist es gerechtfertigt, dem Schuldner auch die daraus resultierenden Folgekosten in Rechnung zu stellen. Immer häufiger jedoch hört man von Inkasso Betrugsfirmen mit zweifelhaften Inkassoforderungen.

Für viele Leute ist es zunächst einmal ein Schock, einen Inkassobrief zu erhalten. Sie sind verunsichert, wissen nicht, wie sie reagieren sollen, können sich nicht mehr genau erinnern, ob sie sich vielleicht falsch verhalten haben. Genau darauf bauen viele Inkasso Betrugsfirmen, indem sie den Druck auf die vermeintlichen Schuldner immens erhöhen und sich deren Angst zunutze machen.

Wie kann ich herausfinden, ob ich es mit einer betrügerischen Firma zu tun habe?

Jeder seriöse Inkassodienstleister muss gemäß Paragraph 10 des Rechtsdienstleistungsgesetztes (RDG) bei der zuständigen Aufsichtsbehörde registriert sein. Erhalten Sie ein zweifelhaftes Schreiben von einer vermeintlichen Inkasso Betrugsfirma, können Sie also zunächst einmal nachsehen, ob dieses Unternehmen im Rechtsdienstleistungsregister registriert ist. Diese Prüfung ist für Sie kostenfrei. Ist das Inkassounternehmen nicht registriert, ist dies ein Hinweis auf betrügerische Praktiken einer Inkasso Betrugsfirma. Sie können ein nichtregistriertes Unternehmen bei der zuständigen Aufsichtsbehörde anzeigen. Allerdings sagt die Registrierung alleine noch nichts darüber aus, ob das Unternehmen tatsächlich seriöse Praktiken anwendet. Denn auch hier können sich Inkasso Betrüger verbergen.

Woran erkenne ich betrügerische Inkassofirmen?

Inkasso Betrugsfirmen verraten sich vor allem durch eine aggressive Vorgehensweise. Sie erhöhen, den Druck auf ihre Adressaten mithilfe von Drohgebärden, kurzen Fristen und hohen Nebenkosten. So sehr, dass viele vermeintliche Schuldner aus Angst oder Scham bezahlen. Wer nicht sofort bezahlt, wird häufig mit weiteren Mahnungen bombardiert, Klagen werden angedroht und die Mahngebühren und Folgekosten steigen in schwindelerregende Höhen. Hinter diesen Praktiken stecken meist betrügerische Inkassofirmen oder zweifelhafte Anwaltskanzleien – häufig mit Sitz im Ausland. 

Wie kann ich herausfinden, ob ich es mit einer Inkasso Betrugsfirma zu tun habe?

Fragwürdig ist der Ursprung der Inkasso-Forderung beispielsweise bei Abofallen, telefonisch abgeschlossenen Verträgen oder dubiosen Gewinnspielen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein-Inkasso-Betrüger versucht, Sie in Bedrängnis zu bringen, sollten Sie also zunächst die Registrierung prüfen. Dann sollten Sie genau überlegen, ob es sich um eine berechtigte Forderung handelt. Diese muss in der Forderung offengelegt sein. Gehen Sie in sich: Kommt Ihnen der genannte Schuldner bekannt vor? Könnte es tatsächlich sein, dass Sie eine Zahlung vergessen haben? Ist kein Schuldner genannt oder fehlen Hinweise auf die wesentlichen Umstände des Vertragsschlusses, sind dies ebenfalls Indizien für Fake-Inkasso. Prüfen Sie dann die Kostenaufstellung: Sind Kosten für Kontoführungskosten geltend gemacht? Diese müssen Sie nicht bezahlen, denn sie sind schon über die Inkassogebühren abgedeckt. Bei Zinsforderungen gilt: Hier müssen detaillierte Angaben zur Berechnung gemacht werden. Gesetzlich erlaubt sind Zinsforderungen in Höhe von 5 Prozent über dem Basiszins. Kosten für die Ermittlung Ihrer Adresse müssen Sie dann hinnehmen, wenn Sie umgezogen sind und dies dem Gläubiger nicht mitgeteilt haben. Inkassogebühren darf das Unternehmen übrigens nur in Rechnung stellen, wenn es für einen Schuldner tätig ist. Hat das Unternehmen die Forderung gekauft, betreibt es Inkasso in eigener Sache und kann dafür keine Gebühr in Rechnung stellen.

Checkliste: 9 Anzeichen, dass es sich um eine Inkasso Betrugsfirma handelt:

  1. Name des Gläubigers/Auftraggebers wird nicht genannt
  2. Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses fehlen
  3. Unrealistische Fristsetzungen
  4. Unübersichtliche Website
  5. Undurchsichtiger Leistungskatalog
  6. Keine Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister
  7. Aggressive Anschreiben
  8. Arbeiten mit Angstszenarien
  9. Unangemessene Gebühren

Was machen seriöse Inkassounternehmen anders?

Während Inkasso Betrugsunternehmen bei ihrem Geschäft auf die Angst ihrer Kunden setzen, sind seriöse Inkassounternehmen wie Creditreform auf einen fairen Umgang mit den Schuldnern bedacht. Unbestrittene Forderungen werden schriftlich geltend gemacht oder persönlich auf sachlicher Ebene gelöst. Telefonterror oder gar Drohbesuche gehören nicht zu den üblichen Praktiken. Seriöse Dienstleister machen den Sachverhalt transparent und sind auch offen für Einwände. Zu den wichtigsten Kriterien, die Inkasso Betrugsfirmen von seriösen Unternehmen unterscheiden, gehören neben der Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister auch eine Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Inkasso Unternehmen e.V. (BDIU) . Unternehmen die hier registriert sind, unterliegen strengen Regeln und können bei Nicht-Einhaltung aus dem Verband ausgeschlossen werden.

Im Gegensatz zu Inkasso Betrugsfirmen, halten sich seriöse Inkassodienstleister an eine strenge Vorgehensweise. Zunächst wird die wirtschaftliche Situation des Schuldners überprüft. Fällt diese positiv aus, wird der erste Inkassobrief verschickt. Hier wird der Schuldner aufgefordert, die offene Forderung innerhalb einer angemessenen Frist zu begleichen. Hinzu kommen Verzugszinsen, Inkasso- und Mahnkosten. Wichtig dabei ist: Der Ursprung der Forderung muss offengelegt sein. Sämtliche Informations- und Darlegungspflichten (Paragraph 11a RDG) müssen erfüllt sein. Im Unterschied zum Inkassobetrug wird ein seriöses Unternehmen bestrebt sein, sich außergerichtlich zu einigen und über Summen und Zahlungen zu verhandeln.

An diesen 9 Merkmalen erkennen Sie seriöse Dienstleister:

  1. im Rechtsdienstleistungsregister registriert
  2. ggf. BDIU-Mitgliedschaft
  3. idealerweise mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet
  4. übersichtliche Webseite mit einem breit gefächerten Leistungsangebot
  5. bei Rückfragen gut erreichbar
  6. sachliche Anschreiben und fairer Umgangston
  7. ordentliche Rechnungslegung
  8. keine unverhältnismäßigen Kosten
  9. angemessene Zahlungsfrist

Inkasso Betrugsfirmen: So reagieren Sie richtig

Zunächst einmal gilt: Tief durchatmen und Ruhe bewahren. Sind Sie sich sicher, dass hier eine unberechtigte Forderung von einer Inkasso Betrugsfirma zugrunde liegt, können Drohgebärden Ihnen nichts anhaben. Dennoch sollten Sie sich nicht untätig zurücklehnen. Wenn die gestellten Forderungen der vermeintlichen Inkasso Betrugsfirma Ihrer Meinung nach unberechtigt sind, sollten Sie auf keinen Fall einer Zahlungsaufforderung nachkommen. Auch eine Ratenzahlungsvereinbarung oder die Zahlung anteiliger Kosten sollten Sie unterlassen. All dies könnte Ihnen später als Anerkenntnis der Schuld ausgelegt werden.

Im Gegenteil: Widersprechen Sie der Forderung der Inkasso Betrugsfirma schriftlich per Einwurfeinschreiben. Im Widerspruchsschreiben sollten Sie genau begründen, wieso die Forderung nicht berechtigt ist. Dabei ist es wichtig, dass Sie sich mit dem Widerspruch zunächst an die Inkasso Betrugsfirma wenden. Zusätzlich ist es empfehlenswert, auch das Unternehmen zu informieren, das als Ihr Gläubiger genannt wird. Lassen Sie diesem eine Kopie Ihres Widerspruchs zukommen. Ist die Forderung unberechtigt, wird sich dies entsprechend klären. Bei weiteren Forderungen können Sie stets auf Ihr Widerspruchsschreiben verweisen und müssen sich nicht erneut rechtfertigen. Vermeiden Sie telefonischen Kontakt – vor allem kostenintensive 0900-er Nummern sollten Sie auf keinen Fall anrufen. Im Zweifel suchen Sie sich eine Rechtsberatung. Auch die Verbraucherzentrale hilft weiter. Sie hat etwa eine Liste mit Namen bekannter Inkasso Betrugsfirmen veröffentlicht, die durch Inkasso-SMS und Drohbriefe auffällig geworden sind.

Seriös oder unseriös: Handeln ist wichtig

Haben Sie einen Inkassobrief erhalten, lassen Sie sich nicht gleich verschrecken oder zu unüberlegten Handlungen hinreißen. Wenn Sie unsere Tipps befolgen, können Sie schnell erkennen, ob Sie es mit einem seriösen Unternehmen oder einer Inkasso Betrugsfirma zu tun haben. Sollte letzteres der Fall sein, holen Sie sich gegebenenfalls Hilfe. Sollten Sie eine berechtigte Forderung erhalten haben, suchen Sie Kontakt zum Inkasso-Dienstleister und bemühen Sie sich um Klärung.

Wir beraten Sie gerne

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