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Regionales: Wenn Rechnungen später bezahlt werden: Warum Unternehmen ihre Geschäftspartner genauer prüfen sollten
Zahlungsverzug sinkt; dennoch müssen viele Unternehmen weiterhin lange auf ihr Geld warten
Viele Unternehmen kennen die Situation: Eine Leistung ist erbracht, die Rechnung gestellt – doch bis das Geld eingeht, vergeht oft mehr Zeit als geplant. Gerade für kleine und mittlere Betriebe kann das schnell zur Belastung werden, wenn laufende Kosten weiterbezahlt werden müssen.
Aktuelle Auswertungen von Creditreform zeigen, dass sich das Zahlungsverhalten im Geschäftsverkehr zuletzt zwar verbessert hat. Gleichzeitig verlängern sich jedoch die Zahlungsziele, wodurch sich die tatsächliche Forderungslaufzeit kaum verändert.
Der aktuelle „Creditreform Zahlungsindikator Deutschland – Winter 2025/26“ zeigt: Der durchschnittliche Zahlungsverzug im B2B-Geschäft sank im zweiten Halbjahr 2025 auf 7,5 Tage. Im Jahr 2022 lag dieser noch bei fast elf Tagen. Für die Analyse wertete die Creditreform Wirtschaftsforschung rund 3,8 Millionen Rechnungsbelege aus dem Debitorenregister Deutschland aus.
Für viele Lieferanten bedeutet diese Entwicklung jedoch keine tatsächliche Entlastung. Gleichzeitig wurden die Zahlungsfristen deutlich ausgeweitet. Im Durchschnitt gewährten Unternehmen ihren Geschäftspartnern ein Zahlungsziel von 32,13 Tagen. Damit wurden die längsten Zahlungsfristen seit mehr als sieben Jahren eingeräumt.
Die gesamte Forderungslaufzeit, also die Zeit vom Rechnungsdatum bis zur Bezahlung, bleibt damit nahezu unverändert. Im zweiten Halbjahr 2025 lag sie im Durchschnitt bei rund 39,63 Tagen.
Hinzu kommt eine zunehmende wirtschaftliche Zurückhaltung. Der durchschnittliche Wert verspätet bezahlter Rechnungen sank auf 1.838 Euro und erreichte damit den niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Größere Transaktionen gehen zurück und Investitionen werden vorsichtiger geplant.
Auch im Handwerk bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Laut einer aktuellen Analyse der Creditreform Wirtschaftsforschung stieg die Zahl der Insolvenzen im Jahr 2025 um 13,3 Prozent auf 4.950 Fälle und erreichte damit ein Zehnjahreshoch.
Für Unternehmen im Ruhrgebiet bedeutet das: Die wirtschaftlichen Risiken bleiben hoch. Umso wichtiger wird es, Geschäftspartner bereits vor Vertragsabschluss genauer zu prüfen.
Wirtschaftsauskünfte und Bonitätsbewertungen helfen Unternehmen dabei, die Zahlungsfähigkeit von Geschäftspartnern besser einzuschätzen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Auf dieser Grundlage lassen sich Geschäftsentscheidungen fundierter treffen und Zahlungsausfälle vermeiden.
Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten kann eine gute Informationsbasis entscheidend sein, um stabile Geschäftsbeziehungen aufzubauen und die eigene Liquidität zu sichern.
Quellen:


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