Risikobewertung für PVS dental: individuell & international

Risikobewertung für PVS dental: individuell & international

Mit der Integration der modularen Risikomanagementplattform CUBE konnte die PVS dental GmbH ihr Risikomanagement individuell, international und kostenbewusst gestalten.

Neue Factoringangebote erfordern Änderungen beim Risikomanagement

Bereits seit vielen Jahren nutzt die PVS dental GmbH Bonitätsinformationen von Boniversum zur Risikosteuerung und Ankaufentscheidung im Rahmen des echten Factorings. Bislang bezieht der Kunde über eine XML-Direktanbindung das Scoreprodukt BONIMA.

Mit den neuen Factoringangeboten der PVS dental für Patienten aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Belgien ändern sich auch die Anforderungen an das Risikomanagement des Unternehmens.

Neben internationalen Bonitätsauskünften sollen weitere Kriterien zur Bonitätsbeurteilung in eine umfassende Risikomanagementplattform integriert werden, die bislang nicht abgebildet werden konnten und um die unternehmenseigene Entscheidungsplattform zu entlasten. Ziel ist es, weiterhin alle Informationen zur Risikosteuerung aus einer Hand zu beziehen. Dazu setzt PVS dental auf die Expertise von Boniversum.

Über das Unternehmen

  • Die PVS-Gesellschaften gehen auf einen Zusammenschluss von niedergelassenen Medizinern zurück (erstmals 1922)
  • 2007 Gründung der PVS dental GmbH
  • Expertenwissen des Dentalbereichs von sechs der Privatärztlichen Verrechnungsstellen
  • Das Unternehmen ist regional gegliedert und bietet den Kunden persönlichen Service in räumlicher Nähe
  • Portfolio: professionelle Honorarabrechnung für Zahnärzte, Kieferorthopäden und Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen; konsequentes Forderungsmanagement; umfangreiche Patientenservices und Factoringangebote
  • Website: https://www.pvs-dental.de/

Anforderungen an die Risikomanagementplattform

Zum Projektstart führten Creditreform Limburg, langjähriger Partner der PVS dental in den Bereichen Inkasso und Wirtschaftsauskünfte, und Boniversum mit PVS dental einen Workshop durch, um eine Bestandsaufnahme über das aktuelle Risikomanagement vorzunehmen und letztlich die Anforderungen an das künftige Risikomanagement zu definieren.

Neben den Anforderungen, die zur Risikosteuerung zwingend notwendig sind, wurden weitere Parameter definiert, die einen Zusatznutzen für die PVS dental bringen könnten. Gleichzeitig hat die Vorstellung der modularen Risikomanagementplattform CUBE die Möglichkeiten der Integration externer Datenquellen aufgezeigt. 

Auf Basis der Markterfahrungen im Bereich der privatärztlichen Abrechnungsstellen sowie von Best-Practice-Ansätzen aus den Regelwerken der Risikomanagementplattform CUBE konnte so ein optimales Szenario für den Kunden erarbeitet werden.

Flexible Plattform mit mehreren Schnittstellen

Die neue Lösung sollte mehrere Schnittstellen bedienen können. Es sollte sich um eine flexible Plattform handeln, die neben der klassischen Bonitätsprüfung auch weitere Datenquellen zulässt, die nicht in direktem Zusammenhang mit der Kreditwürdigkeitsprüfung von Privatpersonen stehen, wie z. B. die Wohnumfelddaten.

Zudem bestand die Anforderung, dass Patientenrechnungen individuell bewertet werden können. Je nach Rechnungshöhe und -herkunft sollte differenziert werden können, um andere individuelle Prüfprozesse anzustoßen.

Insbesondere die internationale Ausrichtung von PVS dental stellte weitere Anforderungen an die Risikomanagementplattform. Internationale Bonitätsauskünfte sind im Verhältnis mit höheren Kosten verbunden. Es sollte deshalb sichergestellt werden, dass bei jeder Bonitätsanfrage auch eine eindeutige Risikobeurteilung zurückgeliefert wird. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass nicht eindeutige oder fehlerhafte Adresseingaben zu keiner eindeutigen Bonitätsbeurteilung führen, aber dennoch bezahlt werden müssen.

Die Fehlerquelle kann an dieser Stelle häufig schon in manchen Arztpraxen liegen. Diese erfassen die Patientendaten selbst und manuelle Eingabefehler können vorkommen, werden aber unter Umständen nicht direkt erkannt. In die Risikomanagementplattform sollte also eine Adressprüfung integriert werden, die noch vor der Abfrage der Bonitätsinformationen die Adresse verifiziert, um Kosten zu minimieren.

Vorgehensweise

Die Anforderungen an das Risikomanagementsystem wurden durch die IT-Experten von PVS dental und Boniversum in technische Regelwerke umgesetzt. Es erfolgte die Anbindung der relevanten Länder (AT, CH, BE, NL) über eine zentrale Schnittstelle an die Risikomanagementplattform. Die für jedes Land spezifischen Anforderungen an die Bonitätsbeurteilung wurden in ein normiertes Ergebnis übersetzt. Innerhalb der Risikomanagementplattform CUBE wurden sechs Auskunfteien integriert, die in Reihe oder separat voneinander geschaltet sind.

Zudem wurden drei Adressprüfungsdienstleister in den automatischen Prozess der Risikoprüfung eingebunden, die die Adressen vor der eigentlichen Bonitätsprüfung verifizieren. Nicht eindeutige oder fehlerhafte Adressen werden darüber ausgesteuert und fließen nicht weiter in den Prozess der Bonitätsüberprüfung ein. So wird sichergestellt, dass keine weiteren Kosten für nicht eindeutige Bonitätsbeurteilungen entstehen.

Kundenerfolg: PVS
Es ist toll, alle relevanten Informationen zur Risikobewertung – auch international – normiert über eine Schnittstelle zu bekommen. Das spart uns nicht nur Zeit und Kosten, sondern ermöglicht unseren Zahnmedizinern eine Ankaufentscheidung in Echtzeit.
Florian FrömelPVS dental GmbHGeschäftsführer

Ergebnis und Ausblick

In enger Abstimmung mit PVS dental wurde die Integration der neuen Risikomanagementplattform CUBE innerhalb von sechs Wochen durchgeführt. Sechs Auskunfteien, drei Adressdienstleister und eine Datenbank des Kunden wurden an das System angebunden.

Nach erfolgreichen Testläufen konnte bereits vier Wochen nach Integration die Risikomanagementplattform live gestellt und Bonitätsauskünfte hierüber eingeholt werden.

Die agile Risikomanagementplattform ist für den Kunden äußerst flexibel und bietet die Möglichkeit, Module schnell und einfach für einzelne Länder individuell anzupassen. Weitere Ausbaustufe könnte die Einbindung von soziodemografischen Daten sein, um ein noch schärferes Ergebnis zu erzeugen.

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