Der Begriff Händlerfinanzierung bezeichnet alle Finanzierungsinstrumente, die die Leistungsfähigkeit eines Händlers sichern oder erweitern. Dazu gehört ein breites Spektrum an Finanzierungslösungen. Die bedeutendste Variante ist die Einkaufsfinanzierung, auch Floorplan-Finanzierung genannt. Sie ermöglicht die Vorfinanzierung des Warenbestands, damit ein Händler ausreichend Ware vorhalten kann, ohne sofort volles Eigenkapital einsetzen zu müssen.
Zur Händlerfinanzierung zählen neben der Einkaufsfinanzierung auch Betriebsmittel- und Investitionskredite für langfristige Anschaffungen. In einigen Segmenten – insbesondere im Automobilhandel – werden Immobilienfinanzierungen für Standorte und Betriebsgebäude als Teil der Händlerfinanzierung verstanden.
Aus Herstellerperspektive ist die Händlerfinanzierung ein Instrument zur Steuerung des Vertriebskanals: Sie stellt sicher, dass Händler ausreichend Ware abnehmen, vorhalten und verkaufen können. Hersteller können mit diesem Angebot die Partnerschaft zum Handel stärken und ihre Absatzchancen vergrößern.5
Allerdings sollte die Bonität der Händler überprüft werden, denn falls dieser bis zum Erreichen des Zahlungsziels zahlungsunfähig werden sollte, kann es zu einem Zahlungsausfall kommen.