Pressemeldungen, Fachbeiträge & Neuigkeiten

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Creditreform Nordhorn Creditreform Osnabrück

4.500 ausländische Unternehmen in der Region, IHK und Creditreform veröffentlichen Analyse

„Unsere Region ist ein starker internationaler Wirtschaftsraum. Jedes dreizehnte Unternehmen gehört einem Ausländer oder hat mehrheitlich ausländisches Gesellschaftskapital.“ Dies erklärten jetzt Marco Graf, Hauptgeschäftsführer der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, und Armin Trojahn, Prokurist der Creditreform Osnabrück/Nordhorn Unger KG, bei der Vorstellung der gemeinsam erstellten Analyse „Ausländische und auslandsaktive Unternehmen in der Region“. Diese basiert auf Mitglieder- und Kundendaten und gewährt erstmals einen Einblick in den aktuellen Stand des Engagements ausländischer Unternehmen in der Region.

Die Daten zeigen, dass von den knapp 60.000 Mitgliedsunternehmen der IHK 4.500 einen ausländischen Eigentümer bzw. Gesellschafter mit mehr als 50 % ausländischem Gesellschaftskapital haben oder von einer Person mit ausländischer Staatsangehörigkeit betrieben werden. Von diesen Unternehmen sind 888 im Handelsregister eingetragen. „Die Gruppe der internationalen Unternehmen ist ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Sie beschäftigen nach unseren Berechnungen rund 16.700 Mitarbeiter. Allein durch Investoren aus den sechs wichtigsten Investitionsherkunftsländern – Niederlande, Schweiz, Dänemark, Österreich, Vereinigtes Königreich und USA – werden in unserer Region knapp 13.000 Arbeitsplätze gesichert“, sagte Graf. Geringere Wirtschaftsbedeutung hätten hingegen die nicht im Handelsregister eingetragenen sogenannten Kleingewerbetreibenden. Zu diesen Einzelunternehmern zählten etwa die russische Lebensmittelhändlerin, der „Italiener“ oder der polnische Trockenbauer. Insgesamt seien 3.611 der ausländischen Unternehmen in diesem Sinne Kleingewerbetreibende.

Die meisten ausländischen Unternehmen sind mit rund 52 % in der Region Osnabrück ansässig. Das Emsland und die Grafschaft Bentheim haben einen etwa gleich großen Anteil von etwa einem Viertel. „Deutliche Abweichungen ergeben sich allerdings bei den im Handelsregister eingetragenen Unternehmen. Hier steht mit Abstand die Grafschaft Bentheim mit über 40 % an der Spitze. Für den hohen Wert ist vor allem der hohe Anteil der niederländischen Unternehmen ausschlaggebend, die sich dort angesiedelt haben“, erläuterte Trojahn.

Bei der Bonitätsbewertung liegt Trojahn zufolge mehr als die Hälfte der Betriebe im Bereich einer sehr guten bis noch zufriedenstellenden Bonität. Allerdings wiesen immerhin knapp 12 % ein hohes bis sehr hohes Risiko auf. Damit schneide die Bonitätsbeurteilung etwas schlechter ab als im Durchschnitt aller im Handelsregister eingetragenen Unternehmen.

Für die wichtigsten Länder bietet die Analyse besondere Länderprofile. Dort kann man beispielsweise erkennen, dass die niederländischen Unternehmen eher weniger Mitarbeiter und eher geringere Umsätze, die Unternehmen aus der Schweiz dagegen mehr Mitarbeiter und höhere Umsätze haben als der Durchschnitt der ausländischen Unternehmen.

„Die internationale Verflechtung wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, insofern sollten Hürden im grenzüberschreitenden Geschäft abgebaut werden“, meinten Trojahn und Graf übereinstimmend. In dem Zusammenhang sei es etwa hilfreich, Freihandelsabkommen zu fördern, das Außenwirtschaftsrecht zu entbürokratisieren, Meldepflichten bei der Entsendung von Mitarbeitern abzuschaffen oder Veröffentlichungspflichten von Gesellschafterverhältnissen international zu harmonisieren. Zudem sollten die guten Standortbedingungen der Region für ausländische Investoren gezielt vermarktet werden. Hier sei etwa ein internationaler Flughafen wie der FMO – quasi „vor der Haustür“ – ein wichtiger Standortvorteil.

Hier können Sie sich die vollständige Analyse runterladen: