#stayathome: Zeit für Online- Weiterbildung

#stayathome: Zeit für Online- Weiterbildung

Weiterbildung in Zeiten von Corona – Mit Web-Seminaren ist das auch jetzt kein Problem. Wie Sie sich und Ihre Mitarbeiter auf dem Laufenden halten und sogar weiter schulen können, erfahren Sie hier.

Risikofrei und kontaktlos weiterbilden

Die Corona-Krise zwingt uns alle, neue Wege zu gehen. Viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, andere können gar nicht arbeiten. Doch Not macht erfinderisch und bietet neue Chancen. So spielen sich mittlerweile viele Arbeitsabläufe, die noch vor ein paar Wochen hauptsächlich analog funktioniert haben, jetzt in der Onlinewelt ab. Das betrifft nicht nur Videokonferenzen oder Chats mit Kollegen, sondern auch das Thema Weiterbildung. Viele Anbieter von Weiterbildungsangeboten setzen ihre Präsenzkurse aufgrund der Corona-Pandemie zwar vorerst aus, satteln aber stattdessen auf Online-Weiterbildung um – in Form von Web-Seminaren, Livestreams und anderen Online-Angeboten. Aber auch Sie selbst können tätig werden und eigene Online-Seminare erstellen. Wieso nicht die Zeit nutzen, um sich und Ihre Mitarbeiter mithilfe von Online-Workshops risikofrei und kontaktlos weiterzubilden?

Was ist ein Online-Seminar?

Das Wort Online-Seminar ist eine Wortschöpfung aus den Wörtern Online und Seminar. Also ein Seminar, das live im Internet stattfindet. Es ist interaktiv und Sie können den Seminarleiter sehen, hören und ihm Fragen stellen. Auch Diskussionen, Gruppenarbeiten und Abstimmungen mit anderen Teilnehmern sind kein Problem. Nur, dass sie nicht zusammen in einem Raum sind, sondern sich virtuell unterhalten. Gerade in der aktuellen Situation hat das den großen Vorteil, dass diese Art von Veranstaltungen nicht dem Kontaktverbot unterliegen und ohne Einschränkung stattfinden können.

Welche Vorteile bietet die Online-Weiterbildung?

Online abgehaltene Seminare sind vor allem eines: ortsunabhängig. Teilnehmer sparen sich die Anreise zum Seminarort und die Parkplatzsuche – auch Kosten für eine Unterkunft entfallen. Sind Sie einmal verhindert und können nicht am Online-Kurs teilnehmen, können Sie den versäumten Stoff meist unkompliziert mithilfe einer Aufzeichnung nachholen. So bleiben Sie absolut flexibel und können vom eigenen Arbeitsplatz oder aus dem Homeoffice agieren. Natürlich gibt es auch deutliche Unterschiede zwischen einem Online- und einem Präsenz-Seminar: Es ist je nach Gestaltung meist anonymer und erfordert Konzentration und Selbstdisziplin, ist aber keinesfalls per se langweilig oder unpersönlich.

So läuft ein Online-Seminar ab

Der Zugangslink zum Online-Seminar befindet sich meist in der Bestätigungsmail, die Sie nach der Seminar-Anmeldung erhalten. Dieser ist der Schlüssel für Ihren Online-Klassenraum. Genau wie bei einem Präsenzseminar, wird auch die virtuelle Schulung von einem Referenten geleitet. Die Besucher wiederum sind live über das Internet zugeschaltet. Alle Inhalte, die der Seminarleiter auf seinem Bildschirm zeigt, können auch die Beteiligten auf ihren Bildschirmen sehen. Der Dozent fungiert nicht nur als Experte für ein bestimmtes Thema, sondern leitet seine Schüler an, stellt Fragen, verteilt Aufgaben und regt Diskussionen an. Im Unterschied zum normalen Seminar erfolgt dies im virtuellen Raum etwa über einen parallel laufenden Chat, per Screensharing (Bildschirmteilung) oder über Umfragen. Häufig ist es auch möglich, ein Dokument gemeinsam zu bearbeiten.

Die Voraussetzungen

Für eine Teilnahme genügen:

  • ein internetfähiger PC oder Notebook
  • eine stabile Internetverbindung
  • ein gängiger Webbrowser
  • ein Lautsprecher
  • optional ein Mikrofon oder Headset und eine Kamera

Berufliche Weiterbildung per Online-Seminar

Auf der Suche nach handwerksspezifischen, unternehmerischen und wirtschaftsrelevanten Themen lohnt sich ein Blick auf die Plattformen der regionalen Handwerkskammern, der Industrie- und Handelskammern, der Volkshochschulen oder verschiedene Business-Plattformen. Neben kostenpflichtigen, gibt es hier auch immer wieder kostenfreie und frei zugängliche Online-Seminare, in denen Kursbesucher etwa lernen, wie sie Mitarbeiterbeurteilungen aufsetzen, ihre Rhetorik schulen oder Ziele für ihren Betrieb festlegen. Auch Startup-Themen werden aufgegriffen. Aktuell gibt es sogar einige Online-Schulungen, die unmittelbar mit der derzeitigen Pandemie-Situation in Zusammenhang stehen: Sie widmen sich beispielsweise wichtigen unternehmerischen Fragen und Antworten zum Thema Corona, geben Informationen zum Thema Kurzarbeit oder zu öffentlichen Finanzierungshilfen.  

Online-Weiterbildung bei Creditreform

Auch Creditreform bietet immer wieder informative Online-Seminare zu verschiedenen unternehmerischen Themen an. Schulungen zu den Themen Compliance, Geldwäscheprävention und Datenschutz finden Sie im E-Learning Bereich von Creditreform Compliance. In der Rubrik Termine, Seminare und Veranstaltungen von und mit Creditreform finden Sie ebenfalls immer wieder interessante Seminar-Angebote, die vielfach auch online angeboten werden.

Web-Seminare selbst gestalten

Wer seine Mitarbeiter oder Kollegen gerne zu individuellen Themen mit direktem Bezug zum eigenen Unternehmen schulen möchte, kann natürlich auch selbst Online-Seminare erstellen. Aber auch sonst können Online-Schulungen nützlich für das eigene Business sein. Hier kann man einem Publikum die eigenen Produkte und Dienstleistungen vorstellen und seinen Zuschauern gleichzeitig die Möglichkeit bieten, Fragen zu stellen und sich einzubringen. Damit zeigt man nicht nur die eigene Kompetenz, sondern baut Vertrauen bei potenziellen und altbewährten Kunden auf. Mithilfe einer Registrierung ist es außerdem möglich, neue Leads (Marketing-Kontakte) zu generieren.  

Für das passende Tool entscheiden

Der Markt der Software-Anbieter für Online-Seminare ist groß. Zu den aktuell bekanntesten gehören Webinaris, Zoom, CiscoWebEx, Edudip, WebinarJam oder ClickMeeting. Manche Programme sind eher simpel aufgebaut und basieren auf einem Livechat. Daneben gibt es professionelle Angebote mit Analyse-Tools, Videokonferenz-Funktion oder auch vollautomatisierte Präsentationen, die nur schwer von einem Live-Stream unterschieden werden können. In Mischformen kann man sogar in Aufzeichnungen eingreifen oder am Ende im Live-Chat Fragen beantworten. 

Hilfreich bei der Auswahl sind folgende Fragen:

  • Was möchten Sie mit Ihrem Angebot erreichen?
  • Möchten Sie klassische Live-Online-Seminare veranstalten oder langfristig nutzbare automatisierte Web-Seminare erstellen?
  • Mit wie vielen Teilnehmern planen Sie?
  • Welches Budget steht zur Verfügung?
  • Welche Features und Extras soll die Software bieten?

Online-Seminar planen – Zuhörer begeistern

Wer seine eigene Online-Schulung plant, sollte sich zuvor grundlegende Gedanken darüber machen, was er mit seinem Online-Angebot bezwecken und wen er ansprechen möchte. Denn nur, wer ein klares Ziel und eine definierte Zielgruppe hat, kann das Online-Seminar passgenau zuschneiden. Nicht zuletzt ist es wichtig, sich mit der Technik vertraut zu machen, damit einem reibungslosen Ablauf nichts entgegensteht. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, um Ihre Teilnehmer zu begeistern:   

  • Ziel abstecken: Wo soll mein Online-Seminar hinführen?

    Zunächst ist es wichtig, sich vorab genau darüber klar zu werden, was Sie mit Ihrem Online-Seminar erreichen möchten: Mitarbeiter oder Kunden zu einem bestimmten Thema schulen? Ein Produkt vorstellen? Dieses Hauptthema sollte sich wie ein roter Faden immer wieder durch das We-Seminar ziehen – ansonsten besteht die Gefahr, sich bei Nebenthemen zu verzetteln. Überlegen Sie sich den Titel der Online-Schulung. Dieser sollte idealerweise die Lösung für das Problem der Teilnehmer aufgreifen und Interesse erzeugen. Ausgehend davon versetzen Sie sich in Ihre potenziellen Zuhörer und überlegen sich, welche Fragen diese haben könnten. Bei der weiteren Planung ist es nun die Kunst, diese aufzunehmen und zu beantworten oder von den Teilnehmern selbst beantworten zu lassen.

    Unser Tipp: Stellen Sie sich die grundlegende Frage: Wie müsste man es mir erklären, damit ich den Sachverhalt verstehe?

  • Aufbau: Wie gehe ich vor?

    Der Beginn des Online-Seminars darf gerne etwas persönlicher sein, um mit den Teilnehmern warm zu werden und das Thema interessant einzuleiten. Zusätzlich gilt: Fassen Sie sich kurz und lassen Sie die Teilnehmer wissen, wie lange das Seminar geht, welche Ziele Sie (gemeinsam) verfolgen und was Sie alles geplant haben. Im Hauptteil ist relevanter Content gefragt. Hier kommt es auf Ihr Expertenwissen an. Damit es nicht zu langweilig wird, sind lange Präsentationen eher ungeeignet. Wechseln Sie mit interaktiven Elementen ab und setzen Sie auf einprägsame Bilder. Zum Abschluss eignet sich eine Diskussion, in der die Teilnehmer auch die Möglichkeit erhalten, Ihre Meinung zum Seminar kundzutun. Diese sollte aber nicht ausufern. Meist besteht die Möglichkeit, bereits während des Vortrags in einem Chat Fragen zu stellen, die vom Seminarleiter entweder sukzessive an passender Stelle oder aber am Ende des Online-Seminars der Reihe nach beantwortet werden.

    Unser Tipp: Sie haben Schwierigkeiten mit der Konzeption? Nehmen Sie ruhig selbst an einer Online-Session teil und überlegen Sie im Nachgang, was Ihnen dabei gut oder weniger gut gefallen hat.

  • Die technische Komponente

    Die technische Durchführung eines Online-Seminars ist bei den meisten Anbietern ähnlich: Der Dozent loggt sich ein und kann seine Veranstaltung planen, Titel, Datum und Uhrzeit festlegen. Daraufhin erstellen die meisten Programme automatisch eine entsprechende Seite für den Login sowie eine Einladungs-E-Mail. Diese kann der Seminarleiter entsprechend anpassen. Schicken Sie die Einladung zunächst mit etwas Vorlauf und dann noch einmal kurzfristig mit dem entsprechenden Link an die Teilnehmer. Der Start sollte pünktlich erfolgen. Die Kommunikation läuft meist über Mikrofon und Lautsprecher (VoIP – Voice over Internet Protocol). Außerdem muss die Webcam eingeschaltet sein, damit das Bild übertragen werden kann. Damit Hintergrundgeräusche der Teilnehmer nicht stören, sind diese meist stummgeschaltet. Mithilfe einer Chat-Funktion können Sie aber jederzeit auf Fragen reagieren oder diese bündeln und zum Abschluss beantworten. Parallel können die Live-Schulungen aufgezeichnet werden, damit Sie diese den Teilnehmern später zur Verfügung stellen können.

    Unser Tipp: Damit ein reibungsloser Ablauf gewährleistet ist und keine technischen Pannen auftreten, sollten Sie sich vorab mit allen Komponenten der benutzten Software vertraut machen, diese ausprobieren und sich im Zweifelsfall Rat beim Anbieter einholen.

Nicht nur in Krisenzeiten lohnt es sich also auf ergänzende Online-Tools zurückzugreifen. Auch im normalen Arbeitsalltag können Online-Seminare hilfreiche und flexible Instrumente sein, um sich selbst weiterzubilden, Ihre Mitarbeiter zu schulen, Kunden zu begeistern oder Produkte zu präsentieren.


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