Inkassounternehmen beauftragen: Darauf kommt es an

Inkassounternehmen beauftragen: Darauf kommt es an

Zahlt der Kunde nicht, fehlt Unternehmern die Entlohnung für ihre Arbeit. Inkassounternehmen können hier unterstützen. Doch wie arbeitet ein Inkassounternehmen und wie kann man es beauftragen?

Inkassounternehmen beauftragen: Wie arbeitet ein Inkassounternehmen?

Wenn unbezahlte Rechnungen sich summieren, ist es an der Zeit, ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Auch wenn der Begriff „Inkasso“ vielen nicht unbekannt ist, wissen doch nur wenige, wie Inkasso genau funktioniert, wie ein Inkassounternehmen arbeitet und welche Schritte der Inkassoprozess umfasst. Je nach Sachstand gibt es unterschiedliche Herangehensweisen, um Gläubigern zu ihrem Recht zu verhelfen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vorgerichtlichen und gerichtlichen Maßnahmen. Führt das sogenannte vorgerichtliche Inkasso nicht zum gewünschten Erfolg, können gerichtliche Maßnahmen folgen.

Überblick: Wie seriöse Inkassobüros Sie unterstützen

  • 1. Abwicklung des vorgerichtlichen Inkassos

    Klassischerweise unterstützen Inkassounternehmen ihre Auftraggeber (Gläubiger), indem sie Kontakt zu ihren Schuldnern suchen und diese dazu bewegen, unbezahlte Rechnungen zu begleichen. Die meisten Inkassoaufträge werden vorgerichtlich abgewickelt – also ohne einen Anwalt einzuschalten. Dabei geht es vor allem darum, das geschuldete Geld ohne große Kosten und ohne viel Aufwand für den Auftraggeber einzuziehen. Das Inkassobüro prüft zunächst die wirtschaftliche Situation des Schuldners. Anschließend mahnt es schriftlich und telefonisch. Auch über mögliche Summen und Zahlungen wird in diesem Zuge verhandelt.

  • 2. Einleitung des gerichtlichen Mahnverfahrens

    Verlaufen die vorgerichtlichen Maßnahmen ohne Erfolg, sind Inkassounternehmen wie Creditreform in der Lage, auf Wunsch des Auftraggebers auch das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten. Sollte dies der Wunsch des Auftraggebers sein, prüft der Inkassodienstleister den Schuldner entsprechend. So soll vorab herausgefunden werden, ob sich ein solches Mahnverfahren überhaupt lohnt. Viele Schuldner bezahlen allerdings meist häufig, wenn sie einen Vollstreckungsbescheid bekommen.

    Tipp: Gerichtskostenrechner

    Unser kostenfreier Gerichtskostenrechner hilft Ihnen, das Kostenrisiko eines Gerichtsverfahrens besser abzuschätzen.

  • 3. Begleitung der Zwangsvollstreckung

    Ist auch nach dem Vollstreckungsbescheid keine Zahlung erfolgt, kommt es zur Zwangsvollstreckung. Dabei übernehmen seriöse Inkassounternehmen wie Creditreform nicht nur die Korrespondenz mit den Gerichten und den Gerichtsvollziehern, sondern loten aus, welche Maßnahmen für den Gläubiger die besten Erfolgsaussichten bringen.

  • 4. Übernahme der Titelüberwachung

    Auch wenn ein Urteil nicht unmittelbar vollstreckt werden kann, begleiten viele Inkassounternehmen ihre Kunden weiterhin. Da ein Gläubigertitel 30 Jahre lang gültig bleibt, macht es Sinn, die Schuldner und ihre finanzielle Situation weiter im Blick zu behalten. Ändert sich diese, unternimmt das Inkassounternehmen weitere Vollstreckungsversuche.

  • 5. Passgenaues Mahnwesen

    Nicht nur im Einzelfall kann es sinnvoll sein, ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Wer es gar nicht erst so weit kommen lassen und seine eigene Buchhaltung entlasten möchte, kann auch zu diesem Zweck Inkassobüros beauftragen. Inkassodienstleister wie Creditreform bieten Ihnen auch die Möglichkeit, ein passgenaues Mahnwesen für Ihr Unternehmen zu erstellen, die Bonität Ihrer Geschäftspartner zu prüfen oder Sie mit einem Mahnservice zu unterstützen.

Wussten Sie schon?

Die Höhe überfälliger Rechnungen ist gestiegen

Es ist nicht die Regel – und dennoch kommt es häufiger vor, als Unternehmen lieb sein kann: Rechnungen werden nicht oder nicht rechtzeitig beglichen. Die Höhe einer überfälligen Rechnung ist in Deutschland in den letzten Jahren deutlich gestiegen – und zwar von durchschnittlich 1.783 Euro im Jahr 2016 auf 2.137 Euro im 2. Halbjahr 2019. So das Ergebnis der Analyse Creditreform Zahlungsindikator Deutschland Winter 2019/2020. Es ist zu befürchten, dass diese Zahlen angesichts der Corona-Krise noch weiter steigen. Für Kreditgeber und Lieferanten bedeutet das: Das Ausfallrisiko steigt. Die Summe des entstandenen Schadens nimmt zu. Für betroffene Unternehmen erhöhen sich die Kosten, um eigene Geschäfte vorzufinanzieren und ihre Liquidität sicherzustellen. Und genau hier ist es ratsam, ein Inkassounternehmen zu beauftragen. Nämlich immer dann, wenn es Probleme mit offenen Forderungen gibt und der Aufwand für die betroffenen Unternehmen nicht mehr aus eigener Kraft gestemmt werden kann oder soll.

Hier können Sie Ihre Forderungsausfälle berechnen

Offene Rechnungen sollten Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der kostenfreie Forderungsausfallrechner von Creditreform zeigt Ihnen, wie teuer Außenstände wirklich sind und warum es sich lohnen kann, ein Inkassobüro zu beauftragen.

Die Voraussetzungen: Wann können Sie ein Inkassounternehmen beauftragen?

Grundsätzlich kann jeder – egal ob Privatperson oder Unternehmen – ein Inkassounternehmen einschalten, wenn es Unterstützung bei der Eintreibung seiner offenen Forderungen benötigt. Auch bei kleineren Summen kann es sich bereits lohnen, über Inkasso nachzudenken. Allerdings muss gewährleistet sein, dass die Forderung berechtigt und Verzug eingetreten ist. Voraussetzung für den Schuldenverzug ist, dass der Schuldner auf eine Mahnung nach Fälligkeit nicht reagiert hat oder er nicht innerhalb der 30-tägigen Zahlungsfrist (nach § 286 Abs. 3 BGB) nach Zugang der Rechnung mit einer Zahlung reagiert hat.

Top 6 Dinge, die Sie vor dem Inkasso beauftragen beachten sollten:

Voraussetzungen klären und Anbieter vergleichen:

  1. Die Forderung ist unstrittig
  2. Verzug ist eingetreten
  3. Welche Leistungen werden vom Inkassobüro erbracht?
  4. Welche Kosten entstehen, wenn ich ein Inkassounternehmen beauftrage?
  5. Gibt es eine Prävention gegen Forderungsausfall?
  6. Kann die bestehende Forderung an ein Inkassobüro abgetreten werden oder sogar verkauft werden?

 

 

Achtung: Wenn Sie Inkasso beauftragen, sollten Sie keinesfalls Vorauszahlungen an das Inkassounternehmen leisten!

Inkassounternehmen beauftragen: So finden Sie das richtige Unternehmen

Wer sich beim Eintreiben offener Forderungen Hilfe suchen möchte, muss eines wissen: Der Markt ist groß und gut umkämpft: Unternehmen, die Inkassoservices anbieten, gibt es viele. Aber auf die Feinheiten kommt es an – denn nicht jedes dieser Inkassounternehmen ist vertrauenswürdig. Bevor Sie ein Inkassounternehmen beauftragen, sollten Sie sich daher genau informieren, mit wem Sie es zu tun haben. Schließlich wollen Sie Ihre säumigen Kunden zwar zur Zahlung bewegen, aber sie dennoch angemessen behandeln. Drohgebärden und zwielichtige Vorgehensweisen werfen immer auch ein schlechtes Licht auf Sie als Unternehmer.

Seriöse Inkassounternehmen sind nicht nur im Rechtsdienstleistungsregister  registriert, sondern legen häufig auch Wert auf die Mitgliedschaft in einem allgemein anerkannten Verband wie dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU).

Checkliste: Was gute Inkassounternehmen bieten können:

Mithilfe bestimmter Qualitätsmerkmale und Service-Dienstleistungen können Sie zuverlässige Inkassoanbieter identifizieren und so das passende Unternehmen finden – wir zeigen Ihnen, worauf es sonst noch ankommt: 

  1. Ein professionelles und seriöses Forderungsmanagement
  2. Einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort, der sich für Sie Zeit nimmt
  3. Einen fairen und individuellen Umgang mit Ihren Schuldnern
  4. Transparenz: Jederzeit aktuelle Infos zu Ihrem Fall
  5. Einen guten Informationsfluss und gegenseitige Abstimmung der Maßnahmen
  6. Erfolgsorientierte Inkassokonditionen
  7. Eine monatliche Auszahlung der Inkassoguthaben
  8. Eine einfache Umsetzung bei der Übermittlung der Inkassofälle
  9. Bearbeitung von Inkassofällen im Ausland
  10. Gute Erfolgsaussichten

Mehrere Wege: Wie Sie ein Inkassounternehmen beauftragen

Bevor Sie ein Inkassobüro beauftragen, sollten Sie auch darauf achten, wie serviceorientiert sich der Anbieter zeigt. Bei seriösen Inkassounternehmen ist das Einreichen eines Inkassofalls unkompliziert und kundenfreundlich gestaltet. Bei der Frage danach, wie Sie ein Inkassounternehmen beauftragen können, eröffnen sich – je nach Inkassoanbieter – mehrere Wege. Klassischerweise werden die Aufträge per Post, Fax oder E-Mail beim Inkassobüro eingereicht. Nach Möglichkeit sollten Sie hier auch die Rechnungen, Mahnungen, den entstandene Schriftverkehr, Informationen über bereits getätigte Zahlungen sowie die Kontaktdaten zum Schuldner beifügen. Weist ein Fall Besonderheiten auf, können Sie diese entweder telefonisch oder in einem Anschreiben erklären. Dabei gilt: Je mehr Informationen zum Schuldner vorliegen, desto einfacher ist es, ihn zu erreichen. In der Folge werden dann die Akten manuell von den verschiedenen Inkassosachbearbeitern angelegt.

Tipp: Inkassoauftrag online hochladen

Inkassodienstleister wie Creditreform bieten zudem noch bequemere Wege an: Etwa indem Neuaufträge direkt über ein Onlineportal hochgeladen werden können. Hier haben Kunden die Möglichkeit, entweder die Akte selber über das Portal anzulegen oder einfach eine PDF-Datei hochzuladen. Der Vorteil dabei: Alle Verfahrensabschnitte können stets eingesehen werden und der Sachstand muss nicht extra schriftlich oder telefonisch abgefragt werden.

Inkasso beauftragen: Den passenden Anbieter finden

Wer ein Inkassounternehmen beauftragen möchte, sollte sich also vorab sehr genau über die verschiedenen Inkassoanbieter informieren. Die Frage: Welches Inkassobüro passt zu meinen Bedürfnissen, sollte dabei eine wichtige Rolle spielen.

Sie sind auf der Suche nach einem seriösen Inkassounternehmen, das Ihnen bei Ihren offenen Forderungen zur Seite steht?

Creditreform als Inkassounternehmen beauftragen