Ermittlung des Firmenwerts

Unternehmenswert
berechnen

Wer den Wert seines Unternehmens kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen. Welche Methoden es zur Berechnung gibt und welche Faktoren den Wert beeinflussen, erfahren Sie hier.

8 Min. Lesezeit

Den Unternehmenswert richtig bestimmen

Der Unternehmenswert spielt in vielen Situationen eine zentrale Rolle – ob beim Unternehmensverkauf, bei der Unternehmensnachfolge, Beteiligungsgesprächen oder der strategischen Standortbestimmung. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis schnell, dass es nicht den einen objektiven Firmenwert gibt. Je nach Anlass, Datenbasis und Bewertungsmethode können die Ergebnisse deutlich voneinander abweichen.

Für mittelständische Unternehmen ist es deshalb besonders wichtig, die Grundlogik der Unternehmensbewertung zu verstehen. Denn nur wer die wichtigsten Verfahren und Einflussfaktoren kennt, kann Ergebnisse richtig einordnen, realistische Erwartungen entwickeln und Verhandlungen auf einer belastbaren Grundlage führen.

Für die Ermittlung von Unternehmenswerten in Deutschland ist der IDW S 11 der wichtigste Standard. Er wurde vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegeben und legt ein einheitliches Vorgehen fest, um den finanziellen Wert einer Firma zu bestimmen. Obwohl er kein offizielles Gesetz ist, gilt er vor Gericht und in der Wirtschaft als anerkannter Maßstab.

Für welche Zwecke wird der Unternehmenswert berechnet?

Ein Unternehmenswert wird aus unterschiedlichen Gründen ermittelt. Häufig findet die Bewertung im Zusammenhang mit einem geplanten Verkauf oder einer Nachfolge statt. Käufer und Verkäufer benötigen eine nachvollziehbare Basis, um Preisvorstellungen zu entwickeln und in Verhandlungen einzusteigen.
Darüber hinaus kann eine Unternehmensbewertung in weiteren Situationen sinnvoll oder notwendig sein:

  • bei der Aufnahme von Investoren
  • bei Umstrukturierungen oder Fusionen
  • bei Gesellschafterwechseln
  • bei Erb- oder Scheidungsangelegenheiten
  • bei Finanzierungsverhandlungen mit Banken
  • zur internen strategischen Steuerung


Für Geschäftsführer ist der Unternehmenswert daher nicht nur eine Kennzahl für Ausnahmesituationen. Er kann auch als Instrument dienen, um die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebs besser zu beurteilen und Werttreiber2 gezielt zu stärken.

Unterschied zwischen Unternehmenswert und Kaufpreis

In der Praxis werden Unternehmenswert und Kaufpreis häufig gleichgesetzt. Es handelt sich jedoch um zwei unterschiedliche Größen.
Der Unternehmenswert ist das Ergebnis einer betriebswirtschaftlichen Bewertung. Er basiert auf bestimmten Annahmen, etwa zu künftigen Erträgen, Risiken, Vermögenswerten oder Marktvergleichen. Der Kaufpreis hingegen ist der Betrag, auf den sich Käufer und Verkäufer am Ende tatsächlich einigen.
Beide Werte können voneinander abweichen – zum Beispiel, wenn

  • unterschiedliche Zukunftserwartungen vom Käufer und Verkäufer bestehen.
  • sich besondere Synergien für den Erwerber ergeben.
  • es Zeitdruck auf einer Seite gibt.
  • es zum Wettbewerb unter Interessenten kommt.
  • emotionale Faktoren oder strategische Ziele eine Rolle spielen.

Ein hoher Unternehmenswert garantiert deshalb keinen entsprechend hohen Verkaufspreis. Umgekehrt kann der Kaufpreis auch über dem rechnerischen Wert liegen, wenn ein Käufer einen besonderen Nutzen im Erwerb sieht.

Welche Methoden gibt es, um den Unternehmenswert zu berechnen?

Für die Ermittlung des Firmenwerts gibt es verschiedene Verfahren. Welche Methode geeignet ist, hängt vor allem von der Unternehmensgröße, der Branche, der Ertragslage und dem Bewertungsanlass ab. Grundsätzlich lassen sich die Verfahren in vier Gruppen einteilen.

  • Gesamtbewertungsverfahren

    Gesamtbewertungsverfahren betrachten das Unternehmen als wirtschaftliche Einheit3. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche finanziellen Überschüsse das Unternehmen künftig erwirtschaften kann.

    DCF-Verfahren

    Das Discounted-Cashflow-Verfahren, kurz DCF-Verfahren, orientiert sich an den zu erwartenden Zahlungsüberschüssen. Diese zukünftigen Cashflows werden auf den jetzigen Zeitpunkt abgezinst. Auf diese Weise soll ermittelt werden, welchen Wert das Unternehmen aus Sicht eines Investors heute besitzt. Das Verfahren eignet sich besonders für Unternehmen mit gut planbaren Zahlungsströmen. Es ist in der Theorie sehr fundiert, setzt aber belastbare Planungsrechnungen voraus. Gerade im Mittelstand ist das nicht immer einfach, weil die Datenbasis oft weniger standardisiert ist als in großen Konzernen.

    Ertragswertverfahren

    Das Ertragswertverfahren ist insbesondere im deutschsprachigen Raum weit verbreitet. Auch hier stehen die künftig erwarteten Erträge im Mittelpunkt. Anders als beim DCF-Verfahren werden nicht die Zahlungsüberschüsse, sondern die nachhaltig erzielbaren Gewinne beziehungsweise Erträge betrachtet und auf den Bewertungsstichtag abgezinst.
    Für viele mittelständische Unternehmen ist dieses Verfahren gut nachvollziehbar, weil es stark an der klassischen Gewinnbetrachtung ansetzt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Erträge bereinigt und realistisch fortgeschrieben werden.

  • Marktwertverfahren

    Marktwertverfahren leiten den Unternehmenswert aus tatsächlich beobachtbaren Marktpreisen oder Vergleichswerten ab. Der Gedanke dahinter: Wenn ähnliche Unternehmen zu bestimmten Werten gehandelt werden, lässt sich daraus ein Anhaltspunkt für den eigenen Unternehmenswert ableiten.

    Multiplikatorenverfahren

    Beim Multiplikatorenverfahren wird ein Wertmaßstab aus Vergleichsunternehmen übernommen. Typische Bezugsgrößen sind zum Beispiel Umsatz, EBIT oder EBITDA. Daraus ergibt sich ein Multiplikator, der auf die eigene Kennzahl angewendet wird. Ein einfaches Beispiel: Wird in einer Branche das Vierfache des EBITDA bezahlt und erzielt ein Unternehmen ein EBITDA von 500.000 Euro, ergäbe sich daraus ein vorläufiger Unternehmenswert von 2 Millionen Euro. Dieses Verfahren ist in der Praxis beliebt, weil es schnell anwendbar ist. Es hat jedoch Grenzen, wenn keine wirklich vergleichbaren Unternehmen oder belastbaren Markttransaktionen vorliegen.

  • Substanzwertverfahren

    Beim Substanzwertverfahren steht das vorhandene Vermögen des Unternehmens im Fokus.

    Substanzwert

    Der Substanzwert ergibt sich vereinfacht aus der Summe aller Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden. Maßgeblich ist dabei der tatsächliche Wiederbeschaffungs- oder Zeitwert der Vermögenswerte.
    Das Verfahren spielt vor allem dort eine Rolle, wo die materielle Ausstattung des Unternehmens wesentlich ist, etwa bei produzierenden Unternehmen mit umfangreichen Maschinenparks oder bei immobilienintensiven Betrieben. Allerdings zeigt der Substanzwert nicht, wie profitabel ein Unternehmen künftig arbeiten kann. Deshalb eignet er sich meist eher als Untergrenze oder ergänzende Bewertungsgröße.

    Liquidationswert

    Der Liquidationswert gibt an, welcher Wert erzielt werden könnte, wenn das Unternehmen aufgelöst und die einzelnen Vermögensgegenstände verkauft würden. Davon werden Verbindlichkeiten und mögliche Abwicklungskosten abgezogen. Dieser Wert ist vor allem dann relevant, wenn keine Fortführung des Unternehmens vorgesehen ist oder wirtschaftliche Schwierigkeiten bestehen. Für gesunde, fortführungsfähige Unternehmen ist der Liquidationswert meist von untergeordneter Bedeutung.

  • Mischverfahren

    Mischverfahren kombinieren mehrere Bewertungsansätze. Ziel ist es, sowohl die Ertragskraft als auch die Substanz des Unternehmens zu berücksichtigen.

    Mittelwertverfahren

    Beim Mittelwertverfahren werden in der Regel Ertragswert und Substanzwert miteinander kombiniert. Je nach Ausgestaltung werden beide Werte gleich oder unterschiedlich gewichtet. Der Vorteil liegt in einer ausgewogeneren Betrachtung. Das Verfahren kann insbesondere bei Unternehmen sinnvoll sein, bei denen sowohl die vorhandene Substanz als auch die Ertragskraft eine wesentliche Rolle spielen.

    Übergewinnverfahren

    Das Übergewinnverfahren geht davon aus, dass ein Unternehmen über seinen Substanzwert hinaus einen zusätzlichen Wert haben kann, wenn es dauerhaft höhere Gewinne erzielt als ein durchschnittlich verzinsliches Vermögen. Dieser zusätzliche Ertrag wird als Übergewinn betrachtet und gesondert bewertet. Das Verfahren versucht damit, den Mehrwert eines gut aufgestellten Unternehmens systematisch zu erfassen. In der Praxis ist es jedoch anspruchsvoll, weil die Bestimmung des nachhaltigen Übergewinns mit Unsicherheiten verbunden ist.

Welche Methode eignet sich für welches Unternehmen?

Nicht jedes Verfahren passt zu jedem Unternehmen. Entscheidend ist, welche Unternehmensmerkmale vorliegen und welcher Zweck mit der Bewertung verfolgt wird.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Für KMU kommen häufig das Ertragswertverfahren oder Mischverfahren in Betracht. Viele mittelständische Betriebe verfügen über stabile Kundenbeziehungen, eine nachvollziehbare Ertragslage und eine überschaubare Struktur. Hier lassen sich nachhaltige Gewinne oft plausibel herleiten. Das Multiplikatorenverfahren kann zusätzlich als Marktvergleich hilfreich sein. Gerade bei kleineren Unternehmen sollte aber geprüft werden, ob ausreichend vergleichbare Transaktionen vorhanden sind. Der Substanzwert kann sinnvoll ergänzen, wenn Maschinen, Immobilien oder andere Vermögenswerte eine große Rolle spielen.

Wachstumsunternehmen und Startups

Bei Wachstumsunternehmen und Startups sind klassische Ertragsverfahren oft schwieriger anzuwenden, weil die Gewinne in frühen Phasen noch niedrig oder gar nicht vorhanden sein können. Hier werden häufig künftige Cashflows, Marktpotenziale und Vergleichsbewertungen betrachtet. Gerade bei jungen Unternehmen ist die Unsicherheit jedoch besonders hoch. Deshalb sind die Ergebnisse stärker von Annahmen abhängig und sollten vorsichtig interpretiert werden.

Welche Faktoren beeinflussen den Unternehmenswert?

Der Unternehmenswert wird von einer Vielzahl wirtschaftlicher und strategischer Faktoren geprägt.

Umsatz und GewinnCashflowVermögen und SchuldenMarktposition und Wettbewerb
Umsatz und Gewinn gehören zu den wichtigsten Einflussgrößen. Ein wachsender Umsatz und stabile Gewinne sprechen grundsätzlich für ein leistungsfähiges Geschäftsmodell. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Höhe, sondern auch die Qualität der Erträge. Einmalige Sondererträge oder stark schwankende Ergebnisse mindern die Aussagekraft.Der Cashflow zeigt, welche finanziellen Mittel das Unternehmen tatsächlich erwirtschaftet. Für Investoren und Käufer ist das besonders relevant, weil aus dem Cashflow laufende Verpflichtungen, Investitionen und Ausschüttungen finanziert werden können. Ein Unternehmen mit solidem Cashflow wird in der Regel höher bewertet als ein Betrieb mit rein bilanziellen Gewinnen, aber schwacher Liquidität.Auch die Vermögenslage beeinflusst den Wert. Dazu zählen beispielsweise Immobilien, Maschinen, Vorräte, Beteiligungen oder immaterielle Werte. Gleichzeitig reduzieren hohe Schulden den Wert des Eigenkapitals und können das Risiko erhöhen.Eine starke Marktposition, treue Kunden, ein gutes Renommee und klare Wettbewerbsvorteile wirken sich positiv auf den Unternehmenswert aus. Umgekehrt können hoher Preisdruck, starke Konkurrenz oder eine geringe Differenzierung wertmindernd sein.

 

Die Eigenkapitalquoten im Mittelstand haben sich in den vergangenen Krisenjahren überraschend positiv entwickelt. Das hat Creditreform im Rahmen der halbjährlichen Studie zur Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand vom Frühjahr 2026 ermittelt.

Der Anteil eigenkapitalschwacher Unternehmen sinkt, während immer mehr Betriebe eine hohe Eigenkapitalquote aufweisen. Mittlerweile gelten 36,0 Prozent der Unternehmen als eigenkapitalstark (Eigenkapitalquote über 30 Prozent) – der höchste Wert seit drei Jahrzehnten.

Gleichzeitig ist der Anteil eigenkapitalschwacher Unternehmen (Eigenkapitalquote unter 10 Prozent) auf 27,6 Prozent zurückgegangen. Grund für die verbesserten Eigenkapitalquoten kann eine Zurückhaltung bei Investitionen sein.

Unternehmenswert berechnen: Beispiel einer Unternehmensbewertung

Ein vereinfachtes Beispiel zeigt, wie sich ein Unternehmenswert annähern lässt:

Ein mittelständisches Unternehmen erwirtschaftet einen nachhaltig erzielbaren Jahresertrag von 250.000 Euro. Wird für die Bewertung ein Kapitalisierungszinssatz von 10 Prozent angenommen, ergibt sich beim stark vereinfachten Ertragswertansatz:

Unternehmenswert = Jahresertrag / Kapitalisierungszinssatz
Also:
Jahresertrag: 250.000 Euro
Zinssatz: 10 Prozent
vereinfachter Ertragswert: 2.500.000 Euro

Dieses Beispiel dient nur der Veranschaulichung. In der Praxis müssen unter anderem Steuern, individuelle Risiken, Sondereffekte, Prognosen und die konkrete Bewertungslogik berücksichtigt werden. Deshalb sollte ein solcher Wert immer sorgfältig eingeordnet werden.

Unternehmenswert berechnen lassen oder selbst ermitteln?

Eine überschlägige Bewertung können Unternehmer selbst vornehmen. Das ist beispielsweise sinnvoll, um eine erste Orientierung für Gespräche mit Banken, Investoren oder potenziellen Käufern zu gewinnen. Sobald es jedoch um weitreichende Entscheidungen geht, empfiehlt sich eine professionelle Bewertung durch einen Wirtschaftsprüfer. Das gilt insbesondere bei Unternehmensverkäufen, Nachfolgeregelungen oder Gesellschafterstreitigkeiten. Fachkundige Unterstützung hilft dabei,

  • geeignete Verfahren auszuwählen,
  • Daten korrekt aufzubereiten,
  • Sondereffekte zu bereinigen,
  • realistische Annahmen zu treffen und
  • die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.


Wer den Unternehmenswert realistisch einschätzen möchte, sollte sich nicht auf eine einzelne Kennzahl verlassen. Erst das Zusammenspiel aus Ertragskraft, Vermögenslage, Marktsituation und Zukunftsaussichten ergibt ein belastbares Bild. Für mittelständische Unternehmen ist es dabei besonders wichtig, die passende Bewertungsmethode für den jeweiligen Anlass zu wählen und die Ergebnisse kritisch zu prüfen.

Unternehmenswert stärken

Letztlich ist jede Unternehmensbewertung zukunftsgerichtet. Gute Wachstumsperspektiven, innovative Produkte oder langfristige Verträge können den Wert steigern. Risiken wie Abhängigkeiten von einzelnen Kunden, Fachkräftemangel, regulatorische Unsicherheiten oder technologische Veränderungen wirken dagegen belastend.

Deshalb ist es wichtig, auch Ausfallrisiken, die Zahlungsfähigkeit von Geschäftspartnern und die wirtschaftliche Stabilität des Marktumfeldes im Blick zu behalten.

Wenn Sie Ihre Geschäftspartner besser einschätzen möchten, geben Ihnen die Bonitätsauskünfte von Creditreform umfangreiche Informationen.
Darüber hinaus bietet Creditreform eine Vielzahl an Lösungen rund um Ihr eigenes Unternehmen. Erfahren Sie beispielsweise, wie die Bonität Ihres Unternehmens bewertet wird und wie nachhaltig Ihr Unternehmen aufgestellt ist.

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FAQ zu Unternehmenswert berechnen

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Thema

  • 1. Wie berechnet man den Unternehmenswert?

    Der Unternehmenswert wird je nach Bewertungsmethode auf Basis künftiger Erträge, Cashflows, Marktvergleiche oder vorhandener Vermögenswerte ermittelt. In der Praxis werden häufig mehrere Verfahren kombiniert, um ein möglichst belastbares Bild zu erhalten.

  • 2. Welche Bewertungsmethode ist die beste?

    Die beste Methode gibt es nicht pauschal. Entscheidend sind der Bewertungsanlass, die Datenqualität und das Geschäftsmodell. Für etablierte mittelständische Unternehmen sind Ertragswertverfahren oft gut geeignet. Bei wachstumsstarken Unternehmen können DCF- oder Marktwertverfahren sinnvoller sein.

  • 3. Was ist der Unterschied zwischen Unternehmenswert und Firmenwert?

    Der Unternehmenswert bezeichnet den Gesamtwert des Unternehmens. Der Firmenwert wird im Sprachgebrauch oft synonym verwendet. Im engeren betriebswirtschaftlichen Sinn kann damit aber auch ein immaterieller Mehrwert gemeint sein, der über den reinen Substanzwert hinausgeht, etwa durch Marke, Kundenstamm oder Know-how.

  • 4. Warum ist der Kaufpreis höher oder niedriger als der Unternehmenswert?

    Der Kaufpreis entsteht in Verhandlungen. Er kann von strategischen Interessen, Synergien, Zeitdruck, Wettbewerb unter Käufern oder individuellen Erwartungen beeinflusst sein. Deshalb weicht er in der Praxis häufig vom rechnerisch ermittelten Unternehmenswert ab.

  • 5. Warum unterscheiden sich die Ergebnisse der Bewertungsverfahren?

    Verschiedene Verfahren setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Während Ertragswert- und DCF-Verfahren die Zukunftserträge betrachten, fokussiert das Substanzwertverfahren stärker auf vorhandene Vermögenswerte. Marktwertverfahren hängen wiederum stark von Vergleichsdaten ab. Unterschiedliche Annahmen führen deshalb oft zu unterschiedlichen Ergebnissen.

  • 6. Welche Unterlagen werden für eine Unternehmensbewertung benötigt?

    Typischerweise werden folgende Unterlagen für eine Unternehmensbewertung  benötigt:

    • Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre
    • betriebswirtschaftliche Auswertungen
    • Planungsrechnungen
    • Angaben zu Vermögen und Verbindlichkeiten
    • Verträge mit Kunden, Lieferanten oder Vermietern
    • Informationen zur Gesellschafterstruktur
    • Daten zu Markt, Wettbewerb und Risiken 

Unsere Texte dienen dem unverbindlichen Informationszweck und ersetzen keine spezifische Rechts- oder Fachberatung. Für die angebotenen Informationen geben wir keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

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